von unserer Mitarbeiterin Evi Seeger

Wachenroth — Ab dem neuen Kindergartenjahr im September stehen den beiden gemeindlichen Kindertagesstätten in Wachenroth und Weingartsgreuth Umstrukturierungen bevor. In der jüngsten Gemeinderatssitzung erläuterte Kita-Leiterin Astrid Görner das neue Konzept, das im März im Gemeindeentwicklungsausschuss diskutiert wurde. Künftig sollen Kleinkinder und Regelkinder in getrennten Häusern betreut werden.

Zu wenig Kinder

Hintergrund ist die zu geringe Kinderzahl in der Marktgemeinde Wachenroth. Von den in beiden Einrichtungen vorhandenen insgesamt 75 Kindergartenplätzen sind nur 50 sicher belegt. Auch die in beiden Häusern vorhandenen Krippenplätze sind nicht voll belegt. "Wenn wir so weiter machen, wird die pädagogische Arbeit erschwert und die Qualität nimmt ab", erklärte in der Sitzung Astrid Görner.
Sie hielt es für angeraten, ab September die Kinder ab drei Jahren in drei Regelgruppen in Wachenroth, Krippenkinder und eine Kleinkindgruppe bis zu drei Jahren in Weingartsgreuth zu betreuen. Eine homogene Altersstruktur sorge für weniger Unter- oder Überforderung der Gruppe und die Kinder könnten bedarfsgerechter gefördert werden.

Familienfreundlichere Zeiten

Viele weitere Gründe sprächen für das neue Konzept. Personal könne effizienter eingesetzt, Spiel- und Lernmaterial müsse nur einmal angeschafft, die Abholzeiten könnten familienfreundlicher gestaltet werden und vieles mehr.
Die Erzieherin sah jedoch auch die Probleme, die bei der Umstrukturierung gemeistert werden müssen. Eltern müssten unter Umständen zwei Einrichtungen anfahren oder sie möchten die Kita überhaupt nicht wechseln. Der Übergang von der Kleinkindgruppe in die Regelgruppe könne schwieriger sein.
Die Gemeinderäte beschlossen das neue Konzept schließlich einstimmig. Nach dem Wortlaut des Beschlusses sollen auch die Elternbeiträge neu kalkuliert werden.