Andreas Dorsch Die auf dem ehemaligen Hartplatz unterhalb der Kerschensteiner Straße geplanten Wohnhäuser haben die nächste Hürde genommen. Bei nur einer Gegenstimme von Franz Rabl (CSU) - er hätte das Gelände weiterhin den Schülern vorbehalten - beschloss der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung die Änderung des Bebauungsplanes für das 3000 Quadratmeter große Areal.

Der Bebauungsplan wird jetzt im beschleunigten Verfahren aufgestellt. Wie bereits mehrmals berichtet, will die Stadt hier zwei Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 15 Wohnungen bauen. Das südliche Gebäude wird zweigeschossig, das nördliche bekommt ein Geschoss mehr. Ziel ist es, bezahlbaren Wohnraum anzubieten. Bürgermeister Gerald Brehm (JL) berichtete in der Sitzung bereits von einer großen Nachfrage nach solchen Wohnungen.

Um die künftigen Mieter vor Lärm aus der benachbarten Hackschnitzel-Heizzentrale zu schützen, soll hier der Schallschutz verbessert werden. Das Heizhaus betreiben der Landkreis und der Stadt gemeinsam.

Diskussionsstoff liefert weiterhin die Eingrünung des Geländes. Nachdem eine Gruppe von Naturschützern und Anliegern auf den Erhalt der den Hartplatz eingrenzenden Hecken gedrängt hatte und vom Bürgermeister auch schon Zugeständnisse in diese Richtung bekam, gab es in der Sitzung Kritik von SPD-Sprecher Andreas Hänjes. Die SPD begrüße zwar die Planung, "allerdings kann es nicht sein, dass die giftige Blumenhecke an dem aufgeschütteten Gelände beibehalten werden muss", sagte Hänjes. Die Hecke zu erhalten, bedeute viel Aufwand und Kosten. Man könnte ebenerdig bauen, die wilden Büsche brauche man nicht, meinte Hänjes.

Bürgermeister Brehm erklärte, alle giftigen Sträucher würden beseitigt und man müsse auch die Wirtschaftlichkeit im Auge haben. Hänjes würde am liebsten der Stellungnahme des städtischen Gartenbauamts folgen, das nach einer Untersuchung des Grüngürtels rund um den Hartplatz zu dem Schluss kommt, den gesamten Gehölzbestand zu roden und neu anzulegen.

CSU-Sprecher Alexander Schulz hielt es "für übertrieben, von einer giftigen Blumenhecke zu sprechen". Bestätigt sah er sich in seinen Bedenken bezüglich des Lärms von der Heizanlage. Hier hat ein Schallgutachten ergeben, dass ein Schalldämpfer im Abgaskamin eine Lösung wäre. Der soll jetzt auch eingebaut werden.

Die Junge Liste sieht in der geplanten Bebauung eine "sinnvolle Nutzung" dieses ehemaligen Hartplatzes, erklärte deren Sprecher Michael Ulbrich. Der Rektor der Spix-Mittelschule wartet jetzt darauf, dass der Pausenhof gestaltet wird.