Im Bayerischen Landtag treffen sich heute Vertreter der Politik und der Universität Bayreuth zu einem eigens anberaumten "Uni-Gipfel". Ziel ist es, eine klare Strategie, einen strukturierten Fahrplan und konkrete Langfrist-Perspektiven für den Campus Kulmbach zu fixieren.

Initiator ist der Landtagsabgeordnete Martin Schöffel (CSU). Er sieht im Campus eine große Chance für den Lebensmittelstandort Kulmbach. Die Universität bringe Know-how, wissenschaftliches Personal und Studierende nach Kulmbach.

Für die Schaffung der ersten Räumlichkeiten sei die Stadt Kulmbach verantwortlich, so Schöffel vorab in einer Pressemitteilung. Neu errichtet werden sollen die Campus-Gebäude dann durch den Freistaat Bayern am ehemaligen Güterbahnhof. Um die verschiedenen Entscheidungsträger dieses Projektes an einen Tisch zu bekommen und die Abstimmung zu beschleunigen, finde heute die Gesprächsrunde statt.

Schöffel: "Eng verzahnt"

"Für das große Ziel müssen verschiedene Behörden, Ministerien, die Uni und auch die Kommunalpolitik konstruktiv zusammenarbeiten," so Martin Schöffel. "Es ist wichtig, dass die Entscheidungen eng verzahnt sind und in München abgestimmt werden." Das Projekt Campus Kulmbach sei besonders wichtig, deshalb würden sich die Entscheidungsträger trotz Corona ausnahmsweise persönlich treffen. Unter anderem würden auch die Staatsminister Bernd Sibler und Kerstin Schreyer an dem Termin im Landtag teilnehmen.

Schon im Laufe der Planungen für den Termin sind Schöffel zufolge viele Weichen für den Campus gestellt worden. "Das Wissenschaftsministerium hat zwischenzeitlich den Raumbedarf der Uni anerkannt. Ein gutes Signal. Damit konnte ein sehr wichtiger Meilenstein bereits erfolgreich umgesetzt werden. Nun kann mit der Kostenschätzung und so auch mit der Planung für den Neubau begonnen werden."

Die Hoffnungen und Erwartungen von seinem Landtagskollegen Rainer Ludwig (FW) sind groß. "Im Kern geht es dabei um die strategische Weiterentwicklung und einen genauen Fahrplan der Fakultät für Lebenswissenschaften am Standort Kulmbach", schreibt er in einer Presseerklärung. Vieles sei bereits auf den Weg gebracht worden. "Ein wertvoller und bedeutender Meilenstein war zum Beispiel, dass das Uni- Projekt in die Hightech-Agenda des Freistaats aufgenommen wurde.

Der erste, deutschlandweit einmalige Master-Studiengang Food-Quality & Safety habe vor kurzem begonnen, die ersten Professoren würden in Kulmbach arbeiten. "Dennoch gibt es im Detail noch einige Hürden zu meistern", so Ludwig.

Für den FW-Abgeordneten liegt der Fokus auf den bevorstehenden Kauf-Verhandlungen der Immobilien Bayern mit der Kulmbacher Brauerei. Letztere sei im Besitz der Grundstücke, auf denen die neue Fakultät entstehen soll.

Ludwig optimistisch

"Dieser infrastrukturelle Prozess muss nun zügig in Gang gesetzt werden. Dabei bedarf es der Zusammenarbeit, um dem Leuchtturmprojekt Uni-Campus Kulmbach weiteren Schub zu verleihen", so Ludwig, der sich optimistisch zeigt, beim Gipfeltreffen weitere wichtige Weichen stellen zu können. red