Bereits zum zweiten Mal in der laufenden Saison gastiert der deutsche Basketball-Meister Alba Berlin bei Medi Bayreuth. Nach dem Sieg im Viertelfinale des BBL-Pokals nehmen die Berliner auch am Montagabend in einer Begegnung des 13. Spieltags (19 Uhr, Oberfrankenhalle) die klare Favoritenstellung ein.

Bundesliga

Medi Bayreuth - Alba Berlin Beim ersten Aufeinandertreffen Mitte November mussten sich die Bayreuther dem zehnfachen deutschen Meister und Pokalsieger im Pokal-Viertelfinale mit 57:84 klar geschlagen geben. Und auch für die anstehende Partie scheinen die Karten der Bayreuther kaum günstiger.

"Unser Team hat über mehrere Wochen Fantastisches geleistet und krass überperformt, aber irgendwann ist das zu Ende und die Tanks sind einfach leer", erkannte Medi-Trainer Raoul Korner nach der 71:96-Heimniederlage am vergangenen Mittwoch gegen die Telekom Baskets Bonn. Für die seit Wochen stark ersatzgeschwächten Bayreuther war es die dritte Niederlage in Folge: Zuvor hatten sie sich bereits im Fiba-Europe-Cup beim russischen Erstligisten Parma-Parimatch Perm sowie in der Bundesliga bei den Löwen Braunschweig jeweils deutlich geschlagen geben müs-sen. Auch für das Duell mit den Berlinern zeichnet sich kaum eine Entspannung der Personalsituation ab, wenngleich zumindest mit der Rückkehr von Janari Joesaar und Cameron Wells in Kürze zu rechnen sein dürfte.

Ganz anders Alba Berlin: Nach holprigem Saisonstart hat der Meister in den zurückliegenden Wochen deutlich an Fahrt aufgenommen. In der Eu-roleague stehen die Berliner nach der Hinrunde bei sechs Siegen und elf Niederlagen, in der BBL lautet die Bilanz 7:4. Zuletzt konnten sich die Schützlinge von Trainer Israel Gonzalez in der Bundesliga dank eines Treffers von Maodo Lo in letzter Sekunde einen 83:81-Auswärtssieg bei Aufsteiger Heidelberg sichern. Kurz darauf legten sie sich in der Euroleague einen 92:84-Heimerfolg gegen AS Monaco unter den Christbaum.

"Das war die letzte Partie eines eineinhalbwöchigen Spielmarathons und wir hatten einen Tag mehr Zeit zur Vorbereitung als Monaco, was einen großen Unterschied gemacht hat. Wir konnten ein bisschen mehr Energie aufbringen und haben viele Fastbreak-Punkte erzielt", war Gonzalez zufrieden.