Als kleiner Junge wollte Dominik Gleißner (22 Jahre) Feuerwehrmann werden, später etwas mit Lebensmitteln machen. Heute ist der Schweinfurter frisch gebackene Fachkraft für Lebensmitteltechnik bei Coca-Cola in Knetzgau – mit dem besten Abschluss seines Jahrgangs in Bayern. Seinen Preis als Bayernbester hat Gleißner vor wenigen Tagen von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Würzburg-Schweinfurt in Bad Kissingen erhalten.

Hüter der Produktqualität

In seiner dreijährigen Ausbildung zur Fachkraft für Lebensmitteltechnik hat Gleißner einen Beruf mit viel Verantwortung erlernt. "Fachkräfte für Lebensmitteltechnik sind die Hüter der Produktqualität. Wir sorgen dafür, dass die Qualität unserer Getränke immer gleich hoch ist", sagt er. So überprüft er mehrmals am Tag wichtige Parameter, zum Beispiel den Kohlensäuregehalt der Getränke. Nur wenn dieser im vorgegebenen Toleranzbereich liegt, schmeckt das Getränk immer gleich gut.

Ausbilder Norbert Röder ist stolz auf seinen Schützling. Bereits mit einer Bäcker-Ausbildung als Innungsbester seines Jahrgangs in der Tasche hatte sich Gleißner vor drei Jahren beworben und mit Motivation und technischem Verständnis überzeugt. "Ob Schulabgänger, Studienabbrecher oder Querein-steiger: Wir gehen offen auf Bewerber zu. Wichtig ist der Wille, Neues zu lernen und Verantwortung zu übernehmen", sagt Röder. Er vertraut jungen Talenten, übergibt ihnen Azubi-Projekte und sucht bereits nach Auszubildenden für 2019. Infos unter http://www.cceag.de/jobs-karriere/.

Als Fachkraft für Lebensmitteltechnik hat Gleißner einen Beruf gewählt, der sich sehr gewandelt hat. "Die Digitalisierung ist in der Industrie angekommen. Unsere Messtechnik ist heute noch genauer als früher. Messwerte werden automatisch von Computern erfasst - kurzum: Die Lebensmittelsicherheit ist noch höher", sagt Röder. Damit sind auch die Anforderungen an Fachkräfte wie Gleißner gestiegen.

60 000 Flaschen pro Stunde

Sie werten Ergebnisse am PC aus, ziehen Rückschlüsse daraus und arbeiten direkt an den hochmodernen Produktionslinien: Dort gehen bis zu 60 000 Flaschen pro Stunde vom Band - und bei allen Flaschen muss die Qualität stimmen.

Für Dominik Gleißner startet nun laut Firmeninformationen ein neuer Berufsabschnitt bei Coca-Cola. Mit seiner Auszeichnung gehört er zu den Auszubildenden, die einen unbefristeten Arbeitsvertrag erhalten. Er wird als Fachkraft in der Mehrwegproduktion eingesetzt. red