Am Donnerstag fand unter Beteiligung des Wasserwirtschaftsamts, des bayerischen Bauernverbands (BBV) und Vertretern von "Land schafft Verbindung" (LsV) eine Besichtigung von umstrittenen Messstellen der Wassernitratwerte im Landkreis Bamberg statt.

Im Anschluss daran hatte LsV zu einem Flashmob im Bamberger Hafen gegenüber des Real-Markts aufgerufen. Christian Besler, der an einigen Messstellen dabei war, empörte sich über die Auswahl der Messpunkte, welche zum Teil schon seit Jahrzehnten existierten.

Kritik an Messpunkten

Sie lägen zum Beispiel nur 100 Meter von Wohnbebauung oder ehemaligen Schuttdeponien entfernt. "Verantwortlich für die Nitratwerte werden aber die Bauern gemacht", sagte er.

Die rund zehn Bauern wollten mit dem Flashmob aber in erster Linie ihren Unmut über die sogenannte "Bauernmilliarde" der Bundesregierung zum Ausdruck bringen. Dazu sagte Marco Übel: "Für uns ist das ein ,Schweigegeld‘, das über vier Jahre ausgezahlt werden soll. Wir lehnen es ab. Die Lage der Bauern insgesamt wird bisher überhaupt noch nicht angegangen." LsV ist eine Basisbewegung, zu der sich Landwirte in ganz Deutschland zusammengeschlossen haben, um unter anderem auf ihre Lage hinzuweisen.