Das vor zwei Monaten verhängte Parkverbot für Hybrid- und Elektroautos in der Tiefgarage und im Parkhaus Basteigasse wird - wie berichtet - bald wieder aufgehoben. Erwartungsgemäß billigte der Stadtrat am Donnerstagabend das mit der Kulmbacher Feuerwehr abgestimmte Brandschutzkonzept.

Sollte ein Lithium-Akku brennen, der mit herkömmlichen Methoden nicht gelöscht werden kann, kann die Feuerwehr künftig so vorgehen: Löschdecke über das Fahrzeug, um Hitze- und Rauchentwicklung einzudämmen, Abtransport mit dem Teleskoplader und ausbrennen im Wassercontainer, den die Firma Karo-Lack bereitstellt.

Vorführungen hätten gezeigt, dass das Konzept funktioniert, sagte Oberbürgermeister Ingo Lehmann (SPD).

Die Kosten bezifferte er auf 80 000 Euro für das Fahrzeug sowie 12 000 Euro für fünf Löschdecken. Ausschreibung und Anschaffung sollen unverzüglich erfolgen. Dann werden die genannten Parkgaragen wieder für Batteriefahrzeuge freigegeben, so Lehmann: "Die Sicherheit der Menschen steht im Vordergrund. Dafür trage ich Verantwortung."

AfD: "Ein Irrweg"

Eine Gegenstimme gab es bei dem Beschluss - von der AfD. Georg Hock meinte: "Das Geld könnte man sich sparen. Es gibt genügend Parkplätze für Elektroautos am Schwedensteg oder auf dem Eku-Platz."

Die AfD, so Hock weiter, halte die Elektromobilität technologisch und volkswirtschaftlich für einen "Irrweg".