An den Wochenenden nach dem Fall der Mauer am 9. November 1989 war Bamberg begehrtes Ziel von DDR-Bürgern. Davon zeugten unter anderem Trabi-Kolonnen, die sich vor der Stadt stauten, und lange Schlangen, die sich an den Stellen bildeten, wo das Begrüßungsgeld ausgezahlt wurde.

Über die Euphorie der Gäste, das Staunen der Bamberger und die Herausforderungen der damaligen Zeit diskutieren Altoberbürgermeister Herbert Lauer und die Altbürgermeister Werner Hipelius, Max Reichelt und Rudolf Grafberger mit Oberbürgermeister Andreas Starke am Samstag, 9. November, ab 18 Uhr im Hegelsaal der Konzert- und Kongresshalle.

Starke wird in einleitenden Worten das Ereignis vor 30 Jahren politisch einordnen. Dabei wird er auch auf persönlich Erlebtes zu sprechen kommen. Sicherlich haben auch Altoberbürgermeister und Altbürgermeister manche Anekdote aus dieser bewegten Zeit parat. Herbert Lauer zum Beispiel war 1989 persönlicher Referent von Oberbürgermeister Paul Röhner und in dieser Funktion mit vielen Aufgaben, zum Beispiel der Auszahlung des Begrüßungsgeldes, betraut.

Theaterszenen und Ausstellung

Im Anschluss an die Gesprächsrunde wird ein rund zehnminütiger Ausschnitt aus dem Stück "Fall Mauerfall", dargeboten vom Improvisationstheater mit Felix Forsbach und Olga Seehafer, zu sehen sein.

Danach wird der OB die Ausstellung "Von der friedlichen Revolution zur deutschen Einheit - Bamberger Impressionen 1989", zusammengestellt vom Stadtarchiv, eröffnen. Die Ausstellung wird später im Erdgeschoss des Rathauses am Maxplatz gezeigt. Zum Ende der Veranstaltung gibt es noch die Möglichkeit zum persönlichen Austausch.

Interessierte Bürger werden gebeten, sich für die Veranstaltung per E-Mail an brigitte.riegelbauer@stadt.bamberg.de oder telefonisch unter der Rufnummer 0951/871010 anzumelden. Der Eintritt ist frei. red