Sonnig sind die Aussichten für das Nürnberger Kulturjahr weiß Gott nicht. Die "Blaue Nacht" hat Kulturbürgermeisterin Julia Lehner ( CSU ) schon abgesagt. Und auch Massenevents unter freiem Himmel wie das "Bardentreffen" können heuer nicht in gewohnter Form stattfinden. Zur Musik tanzende Massen in der Altstadt: unvorstellbar.

Und dennoch: "Wir wollen an dem Bardentreffen als Leuchtturm im Nürnberger Kulturjahr festhalten", kündigte Lehner an. Ihren Angaben zufolge denke die Stadt an den Aufbau "dezentraler Bühnen mit Hygienekonzept". Das bedeute neben einem vergrößerten Aufwand auch weniger Zuschauer. Mit demselben Konzept will die Nürnberger Kulturbürgermeisterin auch das " Klassik Open Air" im Luitpoldhain vor der drohenden Absage retten: "Wir werden Plätze ausweisen und Absperrungen aufstellen müssen."

Darüber hinaus plagen Lehner Geldsorgen. "Wir müssen rund 1,1 Millionen Euro für Personal und rund 1,1 Millionen Euro für Veranstaltungen einsparen."

Es ist für Nürnberg deshalb wichtig, dass die Sponsoren den Großevents auch unter den Bedingungen von Corona treu bleiben. Ob sie dies tun, weiß Lehner bislang nicht: "Wir hängen finanziell in den Seilen."