In Franken­dorf, einem Orts­teil von Buttenheim , plant der Land­kreis Bamberg die Neugestaltung der Ortsdurchfahrt (KrBA 12). In dem Zuge sollen mit Unterstützung des Amtes für Ländliche Entwicklung Ober­franken (ALE Ober­franken) neben einem gewässernahen Ausbau auch Umfeld- und Platz­gestaltungen umgesetzt werden. Nach Auskunft des ALE Ober­franken ist für den Orts­teil Franken­dorf eine einfache Dorf­erneuerung möglich. Hinsichtlich der Zuwendungshöhe werden vom ALE Ober­franken aktuell 55 Prozent auf die zuwendungsfähigen Kosten in Aussicht gestellt.

1981 war Franken­dorf beim damaligen Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ als Bundes­sieger mit der Auszeichnung „Gold“ geehrt worden. Auch heute noch gilt der Ort mit seinem denkmalgeschützten Ensemble entlang des Deichselbaches als eines der schönsten Straßendörfer Deutschlands. Dies gilt es zu bewahren und weiterzuentwickeln, so Buttenheims Bürgermeister Michael Karmann (ZWdG/CSU) bei der jüngsten Markt­gemeinde­rats­sitzung. Insbesondere der Schutz der schwächsten Verkehrs­teilnehmer, der Fußgänger, solle dabei ganz oben auf der Tages­ordnung stehen. So gebe es erste Überlegungen, wie ein durchgängiger Gehweg geschaffen werden könnte. Der Markt Buttenheim hatte daher bereits im Februar 2021 einen Antrag auf Einleitung einer einfachen Dorf­erneuerung für Franken­dorf gestellt, um entsprechende Maßnahmen umsetzen zu können.

Die straßenbaulichen Planungen des Land­kreises Bamberg laufen bereits. Der Auftrag für die gestalterische Begleit­planung wurde noch nicht erteilt. Diese und möglicherweise weitere Vergaben von notwendigen Planungs­leistungen stehen noch aus. Aus diesem Grund hat der Markt Buttenheim beim ALE Ober­franken auch einen Antrag auf vorzeitigen Maßnahmenbeginn für alle anstehenden Planungs­leistungen gestellt.

„Energie­dialog“ angelaufen

In der Sitzung informierte Bürgermeister Karmann auch ausführlich über die Themen­wochen „ Energie ­dialog Bayern“, die vom Bayerischen Wirtschafts­ministerium initiiert werden. Den Start machen die Themen­wochen „Mobilität“ noch bis zum 25. April, gefolgt vom Thema „Strom“ vom 12. bis 25. Juli und dem Thema „Wärme“ vom 15. bis 28. November. Vorschläge zur regionalen Beteiligung sind erwünscht und können in der Gemeinde­verwaltung eingereicht werden.

Stefan Seufert , der Initiator des Fonds für Klima­schutz und nachhaltige Entwicklung der Europäischen Metro­pol­region Nürnberg (EMN), stellte dem Markt­gemeinde­rat sein Projekt vor. Mit dem „Klima-Pakt EMN“, verabschiedet von der Rats­versammlung 2018, hat die Metro­pol­region Nürnberg bereits vor Inkrafttreten des neuen Bayerischen Klima­schutzgesetzes ein eindeutiges Bekenntnis zum Klima­schutz gegeben. Bis zum Jahr 2050 sollen die CO2CO2 -Emissionen in der Metro­pol­region um bis zu 95 Prozent gesenkt werden. Der Mitglieds­beitrag kann von den Kommunen selbst festgelegt werden. Die Finanzierung von Förderprojekten erfolgt durch freiwillige Zahlungen und Spenden von Privat­personen und Unternehmen in der Metro­pol­region. Für Seufert kann man sich mit dem Beitritt als vorbildliche Klima­schutz-Kommune profilieren, es ermöglichen zusätzliche finanzielle Mittel „in der Region für die Region zu akquirieren“, von denen auch lokale Projekte profitieren und den Bürgern und Unternehmen, die sich im Klima­schutz sicht­bar engagieren wollen, Angebote vor Ort zu machen, ohne die eigene Verwaltung zu belasten. Der Rat beschloss, dass sich Buttenheim , zunächst befristet für die Dauer von drei Jahren, am Fonds für Klima­schutz und nachhaltige Entwicklung der Metro­pol­region Nürnberg e.V. beteiligt.