Geräuschlos und einmütig lief die jüngste Ratssitzung in Gundelsheim ab. Nachdem Räte, Gäste und FT-Berichterstatter getestet waren, alle negativ, ging es zügig um die Feststellung der Jahresrechnung 2019 und die neuerliche Beteiligung an der Bündelausschreibung für die kommunale Strombeschaffung in den Lieferjahren 2023 bis 2025.

Eine ganze Reihe „isolierter Befreiungen“ bei Bausachen war dann vom Rat zu diskutieren und zu verabschieden. Letztlich wurden alle Anträge genehmigt, allerdings wurde festgelegt, dass Grundstückseinfriedungen, die mit Quadern und Mauern nicht selten wehrhaften Bollwerken gleichen, zukünftig nicht mehr höher als siebzig Zentimeter über Bodenniveau aufragen dürfen.

Dann hatte sich der Rat mit einem Bauantrag der Gemeinde selbst zu befassen. Es soll nämlich in Gundelsheim am Waldstück mit der Flurnummer 388 und 388/10 ein Waldkindergarten entstehen. Die Probleme der Zuwegung zum Kindergarten und der Flächen für den ruhenden Verkehr sind gelöst oder lösbar. Die Bodennutzungsart auf dem Grund des Waldkindergartens hat sich damit geändert, denn aus einer Waldfläche wird nun eine Fläche mit besonderer Nutzung. Der Antrag für die Anfertigung eines zwölf Meter langen und drei Meter breiten Waldkindergartenwagens konnte ebenfalls behandelt werden.

Kita wird ertüchtigt

Auch für die bestehende Kindertagesstätte St. Marien stehen Veränderungen an. Bestehende Einrichtungen für die Kinder müssen ertüchtigt, erweitert oder gar neu gebaut werden. Bei der Wärmeversorgung für den Neubau der Kinderkrippe geht Gundelsheim ebenfalls innovative Wege. Denn, so Bürgermeister Jonas Merzbacher , da die Gasheizungen der benachbarten Feuerwehr und des Bauhofs erneuert werden müssen und der neue Bereich der Kindertagesstätte eine Wärmeversorgung benötigt, werde man den möglichen Einsatz einer umweltfreundlich arbeitenden Brennstoffzelle untersuchen.

Erfreulich geht es auch beim Sozialprojekt Bürger-Gast-Haus an der Hauptstraße 7/9 weiter. Um die wirtschaftlichen deutlich von den gemeinnützigen Tätigkeiten dieses Projektes der Sozialen Stadt trennen zu können, ist es erforderlich, eine GmbH und eine gGmbH zu gründen. Solches zu prüfen und anzubahnen wurde die Verwaltung dann auch vom Ratsgremium beauftragt.

Mit großer Freude nahm das Ratsgremium schließlich die Bitte der Stadt Bamberg um die Zustimmung zum Bebauungsplan Nr. 304 C zur Kenntnis. Denn die Stadt beabsichtigt den Neubau einer Fuß- und Radwegüberführung in der Nähe der Kronacher Straße in Bamberg. Im Zuge des Ausbaus der Cityroute 5 im Radverkehrsnetz der Stadt Bamberg soll nun über die Hochgeschwindigkeitsstrecke der Bahn, die München und Berlin verbindet, ein Brückenschlag erfolgen, der auch die Gundelsheimer näher und schneller an Bamberg bringt. Drei Ampeln können die Nutzer dieser Überquerung zukünftig umgehen und 600 Meter Wegstrecke lassen sich für die Radler einsparen. Versteht sich, dass der Rat diesem Antrag mit Freude zustimmte.