Es war für die Mädchen und Jungen des katholischen Kindergartens von Burgkunstadt ein ganz besonderer Tag, denn durften sie doch einmal erleben, wie eines der schmackhaftesten Getränke , der Apfelsaft, entsteht.

Deshalb machten sie sich mit ihren Erzieherinnen auf den Weg und steuerten das Gelände des Städtischen Bauhofes an. Vor allem die Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins von Burgkunstadt mit ihrem Vorsitzenden und Altbürgermeister Heinz Petterich traten dabei in Aktion. Aufmerksam sahen dabei die Kleinen zu, wie zunächst die vielen Äpfel angeliefert, gewaschen und zerkleinert wurden. Dann übernahm als nächsten Arbeitsgang eine große Presse das Geschehen und schob das in den Tüchern eingepackte Apfelklein kräftig zusammen. Bald floss dann aus dem Stapel ein köstlicher Apfelsaft, der allerdings noch gefiltert werden musste. Damit die jeweiligen Obstbesitzer anschließend noch lange ihre Freude daran haben können, wurde dieser frische Saft erwärmt und musste danach nur noch, genau mit 82 Grad, in die bereitliegenden Behältnisse abgefüllt werden.

Dass alle Beteiligten mittlerweile eine gewisse Routine haben, davon konnten sich alle überzeugen. Die Kinder merkten dabei auch sehr bald, dass bei diesem natürlichen Vorgang kaum Nährstoffe und Vitamine verloren gehen, denn selbst für die Apfeltrester hatte das Kelterteam noch eine Verwendung. Dies erläuterte Jäger Manfred Hofmann : Gerade in den Wintermonaten, wenn die Felder und Wiesen meist schon abgeräumt sind, ist der bis dahin meist luftdicht verschlossen in Säcken oder Fässern gelagerte Apfeltrester immer noch als eine frische und saftige Nahrung bei den wild lebenden Tieren geschätzt. dr