Der Stadtrat entscheidet heute über die verbleibenden Forderungen Bambergs in Sachen Bahnausbau. Der Kreisverband Bamberg im Verkehrsclub Deutschland ( VCD ) fordert von der Stadt, in ihrer Position gegenüber der Deutschen Bahn den Fuß-, Rad- und

Busverkehr an erster Stelle zu berücksichtigen. Während dies für den ÖPNV und auch zum Vorteil des Kfz-Verkehrs durch die Fahrspuren bereits erfolgt sei, müssten auch die Fuß- und Radwege bei allen Kreuzungsbauwerken in beiden Richtungen mit einer Breite von je zwei Metern plus notwendigen Schutzabständen gebaut werden, appellieren die VCD-Mitglieder in einer Pressemitteilung.

"Der Oberbürgermeister hat die Baumaßnahme zurecht als Jahrhundertbauwerk bezeichnet", so der Vorsitzende Andreas Irmisch, "daher erwarten wir nun auch von der Stadt, dass insbesondere für die besonders sozial- und umweltverträglichen Verkehrsarten wie Fuß- und Radverkehr keine Nadelöhre betoniert werden, sondern sichere und leistungsfähige Wege."

Nachdem sich in der Sondersitzung des Stadtrats zum Bahnausbau am 10. März alle großen Fraktionen für die Gleichbehandlung der Verkehrsarten ausgesprochen hätten, fordert der VCD , dass für noch mangelhaften Querungen auch die entsprechenden Beschlüsse gefasst werden: Forchheimer Straße, Münchner Ring, Moosstraße, Geisfelder-/Nürnberger Straße, Memmelsdorfer Straße, Kronacher Straße.

Auch beim Regionalen Omnibusbahnhof (ROB) klemme es noch. Der VCD hält es für dringend erforderlich, für den ROB einschließlich dem gesamten Bahnhofsvorplatz ein integriertes Flächennutzungskonzept mit einer zukunftsfähigen Wegführung für alle Verkehrsarten zu erstellen, bevor die wesentlichen baulichen Schnittstellen zum Bahnausbau beschlossen werden. red