Die Menschen für den Reichtum der Schöpfung sensibilisieren und zugleich für ökologisch verantwortliches Handeln motivieren – ganz im Sinne der Enzyklika „Laudato Sí“ von Papst Franziskus : Das ist das Anliegen der diesjährigen Renovabis-Pfingstaktion, wie Renovabis-Hauptgeschäftsführer Pfarrer Christian Hartl erläutert. Das Leitwort, das sich das katholische Osteuropa-Hilfswerk für die Kampagnen-Zeit in den Wochen bis Pfingsten gegeben hat, heißt: „DU erneuerst das Angesicht der Erde. Ost und West in gemeinsamer Verantwortung für die Schöpfung.“ Das DU ist dabei groß geschrieben und sozusagen ein doppelter Appell: zum einen ein Bekenntnis zu Gott, zum anderen die Aufforderung an jeden Einzelnen, mit eigenem Engagement zur Bewahrung der Schöpfung beizutragen.

Brücken schlagen

Mit der Kampagne 2021 will Renovabis helfen, Brücken zwischen Ost und West zu schlagen und zeigen, vor welchen großen Herausforderungen die Menschen im Osten Europas nach Jahrzehnten erst kommunistischer Planwirtschaft und dann kapitalistischer Marktwirtschaft beim Umwelt- und Klimaschutz stehen. Renovabis bittet um Solidarität und das gemeinsame Gebet mit den Menschen in Osteuropa, „weil es gerade dort eine reiche Tradition der Schöpfungsspiritualität zu entdecken gibt“, wie Erzbischof Ludwig Schick gegenüber unserer Zeitung sagt. Gerade die Orthodoxie habe in dieser Hinsicht Ressourcen, „die uns helfen, besser Schöpfung zu sehen und zu bewahren.“ Da könne „ein ökumenischer Dialog von großem Vorteil für uns alle sein“, so Schick.

Er hat auch als Vorsitzender der Weltkirche-Kommission der Deutschen Bischofskonferenz das Hilfswerk Renovabis zur bundesweiten Eröffnung der Pfingstaktion ins Erzbistum Bamberg eingeladen. Mit Gottesdiensten in Stadt und Landkreis Bamberg , in Forchheim und Nürnberg sowie mit Online-Gesprächen inklusive Gästen aus Osteuropa (Belarus, Ukraine, Tschechien) wird die Kampagne begangen.

Coronabedingt strahlt das ZDF am Sonntag, 9. Mai, von 9.30 bis 10.15 Uhr den Auftaktgottesdienst mit Erzbischof Schick und Renovabis-Chef Hartl nicht live aus dem Bamberger Dom aus, sondern aus der Heilig-Kreuz-Kirche in Bensheim-Auerbach bei Mainz.

Viele Partner und Projekte

Das Hilfswerk Renovabis pflegt den Kontakt zu Partnern aus Kirche und Gesellschaft in 29 mittel-, ost- und südosteuropäischen Ländern und fördert den Austausch mit den Menschen dort. Seit der Gründung im Jahr 1993 förderte Renovabis rund 25 200 Projekte mit fast 800 Millionen Euro.

Am Pfingstsonntag ist die Kollekte in allen katholischen Gottesdiensten in Deutschland für die Arbeit von Renovabis bestimmt.