Seit 2007 hat die Firma Südwasser die Betriebsträgerschaft der Kläranlage in Oberhaid übernommen. Für diese technische Betriebsführung wandte die Gemeinde bislang rund 6500 Euro im Monat auf. Seit nunmehr 14 Jahren blieb dieser Betrag ungeachtet der beträchtlichen Preissteigerungen vor allem auf dem Energiesektor konstant. Nun wurde dieser Vertrag von Südwasser gekündigt und gleichzeitig ein neues Angebot vorgelegt, die den veränderten Bedingungen Rechnung tragen.

In der Sitzung des Gemeinderates informierten die Dipl. Ingenieure von Südwasser, Solveig Hillebrecht und Markus Rempfer, das Gremium über die geänderten Fakten und Zahlen. So habe sich alleine die EEG-Umlagen von einem Cent/kWh im Jahr 2007 auf mittlerweile 6,5 Cent erhöht, die Gesamtkosten stiegen für Energie-, Personal- und Materialkosten in diesem Zeitraum von 53 592 auf 99 720 Euro, dies entspricht einem Anstieg von 4466 Euro netto auf 8310 Euro im Jahr 2021 im Monat.

Der Gemeinderat wird nun intern beratschlagen, ob man das Angebot mit einer angedachten Laufzeit von zwei Jahren und Kosten von rund 8500 Euro im Monat annimmt, und dies in der nächsten Sitzung zur Abstimmung stellen.

Einen hohen Stellenwert hat in der Gemeinde Oberhaid die Seniorenarbeit , deren Arbeit im letzten Jahr der Seniorenbeauftragte und "Kümmerer", Hilmar Wedler, vorstellte. Im Rahmen der "Maria-Betz-Stiftung", in der sich der engste Kreis von rund 300 Senioren in Oberhaid wiederfindet, leistete Wedler trotz Corona-Zeiten unschätzbare Dienste für die ältere Generation , die im letzten Jahr statt Gemeinschaft und Geselligkeit oft unter Einsamkeit und Traurigkeit litt. Dem stemmte sich Kümmerer Wedler mit Improvisation und Tatkraft entgegen. Fast wie ein Bänkelsänger zog er mit Musik und Gesang durch Oberhaids Straßen, um vor allen den älteren Mitbürgerin Freude in die Herzen zu zaubern und das Gefühl zu vermitteln, nicht allein gelassen zu werden. Einkaufshilfen oder Arztbesuche, aber auch zumindest im letzten Sommer Frischlufttreffen im Hannla-Keller, Wanderungen oder der Radltreff sorgten für ein bisschen Abwechslung.

Gut angelegtes Geld

Bürgermeister Carsten Joneitis ( SPD ) sowie die Vertreter aller Fraktionen würdigten nachdrücklich die Arbeit von Hilmar Wedler und sahen die 10 000 Euro Unterstützung im Jahr durch die Gemeinde als gut angelegtes Geld.

Erweitert werden soll die geplante nun fünf Hektar große Freiflächenphotovoltaikanlage in Staffelbach entlang der Bahn. Im Rahmen der Änderung des Flächennutzungsplanes informierte Norbert Köhler vom Ingenieurbüro IVS über die Ergebnisse der Beteiligung der Öffentlichkeit wie das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, das Landratsamt (Naturschutz), Bayernwerk AG oder die Deutsche Bahn . Der Gemeinderat stimmte den Stellungnahmen einstimmig zu, so dass nun mit der Umsetzung begonnen werden kann.

Unproblematisch auch das gemeindliche Einvernehmen für die Errichtung einer zweiten Krippengruppe an der Kindertagesstätte "Regenbogen". 500 000 Euro soll dieser Anbau mit Flachdach kosten, im Sommer wird begonnen, nach einem Jahr kann so dem gestiegenen Bedarf an Krippenplätzen Rechnung getragen werden.

Für die Verwaltung informierte Joneitis über die abgeschlossene Sanierung der Straße "Siedlung" in Staffelbach. Diese kostete 814 000 Euro zuzüglich Ingenieurleistungen. Gut angenommen wurde auch das Testzentrum im Jugendzentrum, schon am ersten Tag nahmen 50 Oberhaider Bürger und Bürgerinnen dieses Angebot wahr.