Der Spatenstich für die neue Kita Mikado ist gemacht. Hirschaids Bürgermeister Klaus Homann ( CSU ), einige Gemeinderäte , Kinder aus der Kita mit ihren Erziehern sowie Vereinsmitglieder vom Trägerverein „Netzwerk für Kinder und Jugendliche“ und die am Bau beteiligten Firmen waren bei dem symbolischen Akt anwesend.

Altes Gebäude ist sanierungsbedürftig

Seit August 2019 gibt es Pläne, wie es mit der Kindertagesstätte in der Nürnberger Straße weitergehen soll. Das alte Gebäude ist in die Jahre gekommen und hätte saniert werden müssen. Da es Bedarf an einer zusätzlichen Krippen-Gruppe gibt, entschieden sich die Verantwortlichen jedoch für einen Neubau. Der Neubau wird indes in unmittelbarer Nähe zur Staatlichen Realschule entstehen. Geplant ist eine Einrichtung für bis zu 136 Kinder, denen dann eine Nutzfläche von etwa 1830 Quadratmetern zur Verfügung steht.

Insgesamt acht Gruppenräume werden entstehen: Drei Krippengruppen finden im Untergeschoss Platz, vier Kindergartengruppen – darunter eine bilinguale Gruppe – bekommen Räume im Obergeschoss. Hinzu kommen ein Ausweichraum für die Waldkindergartengruppe in Erlach, ein Mehrzweckraum, Therapie-, Spiel- und die notwendigen Verwaltungsräume.

Begrünte Flachdächer

Die neue Kita entsteht in Massivbauweise mit Kalksandstein-Mauerwerk und Stahlbetondecken. Die Dächer sind teils als Satteldächer mit Metalleindeckung und teils als extensiv begrünte Flachdächer geplant. Die Fenster werden aus Holz-Alu-Elementen sein und die Fassade bekommt eine vorgehängte Holzschalung. Hinzu kommen eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach und eine Wärmepumpe als Heizung.

Insgesamt beläuft sich die Berechnung der Bruttokosten derzeit auf 6 645 000 Euro. Der Freistaat Bayern sagte dem Markt Hirschaid etwa 60 Prozent der anrechenbaren Kosten nach Art. 10 BayFAG und nach der aktuellen „Kinderbetreuungsfinanzierung“ zu. Bis Ende 2022 sollen die Hochbauten fertig sein, danach wird der Bau der Freianlagen erfolgen.

Für Rüdiger Herzog, Vorstandsvorsitzender des Trägervereins, kann es nach der zusätzlichen Krippen-Gruppe keine Erweiterung mehr geben. Er sieht dafür aus logistischer und pädagogischer Sicht keinen Spielraum. Bereits jetzt kümmern sich 30 Mitarbeiter um das Wohl der teilweise eingeschränkten Kinder, bis diese in die Schule kommen.

Ein Apfelbäumchen steht für die Vielfalt

Mit einem flotten Rap umrahmten die Kita-Kinder den Spatenstich und halfen dann den Großen beim symbolischen Akt. Vom Verein gab es ein „gepropftes“ Apfelbäumchen, das die Vielfalt der Kinder widerspiegeln soll. Auf bunten Zetteln am Baum standen deren Wünsche für die neue Einrichtung. Das Gewächs wird einst einen Platz im Garten haben.