Das Ziel ist gesteckt: Die Gemeinde Frensdorf will zusammen mit der Nachbargemeinde Pettstadt ein Konzept für naturnahen Tourismus erstellen lassen. Aufgrund der Lage zwischen den Urlaubsregionen Steigerwald und Fränkische Schweiz, wie auch durch die Nähe zur Welterbe-Stadt Bamberg hoffen die beiden Gemeinden, sich als Naherholungsgebiete weiterentwickeln zu können.

Beauftragt wurde in der Gemeinderatssitzung das Forchheimer Projektbüro Cima. Die Intensivierung und Effektivität der Tourismusarbeit, ein einheitliches Marketing und ein gemeinsames touristisches Leitbild sind die Zielsetzungen, die Projektmanager Roland Wölfel den Räten vor Augen führte. Angesichts der hohen Fördermöglichkeit fiel es dem Frensdorfer Gremium nicht schwer, in dieses Programm einzusteigen. Lediglich knapp 2000 Euro muss jede der beiden Gemeinden für das Konzept aus dem eigenen Säckel beisteuern. Allerdings immer unter Voraussetzung der „interkommunalen Zusammenarbeit“ beider Gemeinden.

Stellvertretender Bürgermeister Norbert Neundorfer, der in die Thematik einführte, zeigte sich von dem gemeinsamen Projekt mit Pettstadt ebenso begeistert wie Bürgermeister Jakobus Kötzner. Die aus der Zusammenarbeit erhofften Synergieeffekte wolle man gerne nutzen, um die beiden Gemeinden touristisch aufzuwerten.

Fähre und Naturbadesee

„Schätze, die es zu heben gilt“, gibt es nach den Worten des Projektmanagers Wölfel in beiden Kommunen. Ganz oben auf seiner Liste standen die Pettstadter Fähre und der Naturbadesee in Frensdorf , die laut Wölfel „Alleinstellungscharakter haben“. Als weitere Schwerpunkte nannte er das Bauernmuseum, die Kirchen wie auch die vielfältige Gastronomie und die fränkischen Bierkeller . Der Rad- und Wandertourismus gewinne immer mehr an Bedeutung bei den Naherholungssuchenden.

Bereits jetzt, so Wölfel, würden die meisten Gäste über Rad- und Wanderwege in die beiden Gemeinden kommen. Der Fokus müsse deshalb auf die Lenkung der Besucher, die Ausschilderung und Pflege von Wegen und Routen gelegt werden.

Als typische, attraktive Angebote für Naherholungssuchende nannte Wölfel Themen-Wanderwege, entsprechendes Kartenmaterial, Outdoorplätze, Zelt-, Grill- oder Wohnmobilplätze, Infostelen an den Wegen oder auch Stromsäulen mit der Möglichkeit, die E-Bikes aufzuladen.

Der nächste Schritt sei ein interkommunales touristisches Handlungsprogramm. Es solle unter Beteiligung der touristischen Akteure und Leistungsträger wie Gastronomen , Freizeitveranstalter, erstellt werden und als Leitfaden dienen.