Gemeinderat Der Breitbandausbau in Bischberg wird rund zehn Millionen Euro kosten. Die Gemeinde muss sich hinsichtlich der Förderung zwischen dem „Bayernmodell“ und dem „Bundesmodell“ entscheiden.
Der Breitbandausbau steht auch in der Gemeinde Bischberg vor der Tür. Im Rahmen des möglichen Glasfaserausbaus stellte Siegbert Reuther von Reuther NetConsulting die möglichen Fördermodelle vor. Es konkurrieren dabei das „Bayernmodell“, das für die 1200 zu versorgenden Gebäude in Bischberg Kosten von rund zehn Millionen Euro verursachen würde und bei Ausschöpfen der Förderung etwas günstiger wäre als das Bundesmodell, das bei einer garantierten Förderquote von 90 Prozent die Gemeinde am Ende rund eine Million Euro Selbstbeteiligung kosten würde.
Diese entstünde durch spürbar höhere Baukosten, weil das Bundesmodell eine Bautiefe von mindestens 60 Zentimetern vorschreibt und zudem vier statt zwei Fasern und 10-er statt 7-er Röhrchen anbietet. Voraussetzung wäre bei beiden Modellen eine Anschlussquote von 95 Prozent.
Der Gemeinderat und die Verwaltung wollen diese Zahlen intern diskutieren und in einer der nächsten Sitzungen eine Entscheidung treffen.
Festgesetzt und vorgestellt wurden durch Bürgermeister Michael Dütsch (BI) weiter die Eckpunkte der gemeindlichen Steuererhebung und die Grundlagen der Haushaltsstellung 2022. Dabei nimmt die Gemeinde in diesem Jahr voraussichtlich rund 8,5 Millionen Euro ein, angefangen von den Grundsteuern, der Hunde- und Einkommensteuer bis hin zur Schlüsselzuweisung durch das Land. Dem stehen die beschlossenen oder geplanten Ausgaben für das Jahr 2022 gegenüber, die sich auf stolze 14 264 100 Euro summieren. In den folgenden Jahren bis 2025 sinken diese Zahlen jedoch beträchtlich, so dass die Investitionssumme von 2022 bis 2025 in der Summe „nur“ auf 27 406 100 Euro belaufen.
Dickste Brocken im laufenden Jahr werden die Fertigstellung des Hallenbades mit 4 100 000 Euro , die Entkalkungsanlage der Wasserversorgung mit 1 271 100 Euro , die Sanierung der Gemeindestraßen mit 1 783 000 Euro , die Sanierung der Mittelschule (Flachdächer) mit 1 300 000 Euro , der Neubau der Kindertagesstätte St. Matthäus mit 2 164 000 Euro und ein notwendiger Grunderwerb für 1 500 000 Euro sein.
Gestemmt werden soll alles, so die Kämmerin Renate Heinz, durch sparsame Haushaltsführung und die Inanspruchnahme von Rücklagen, um ohne Neuverschuldung über die Runden kommen zu können. Unverändert bleiben dabei die Hebesätze der Grund- und Gewerbesteuern: Diese betragen weiter bei der Grundsteuer A und B 315 v. H. Und bei der Gewerbesteuer 400 v. H.