Zum Schuljahres- und Ausbildungsende steigt in den Sommermonaten normaler-weise kurzfristig die Zahl der Arbeitslosen , da sich Jugendliche zur Überbrückung arbeitslos melden. Der Rückgang der Arbeitslosigkeit setzte sich im Bezirk der Agentur für Arbeit Bamberg-Coburg in diesem Jahr dennoch im Juli leicht fort. Die Arbeitslosenzahl reduzierte sich in den vergangenen Wochen um 193 Personen (-1,6 Prozent). Ende des Monats waren 11 582 Frauen und Männer arbeitslos . Das waren 1760 bzw. 13,2 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Im Vergleich zu Juli 2019 ist sie noch um 17,3 Prozent oder 1709 Personen (Juni Wert: +24,6 Prozent, +2328 Personen) größer als vor der Krise. Die Arbeitslosenquote reduzierte sich im Juli um 0,1 Prozentpunkte auf 3,3 Prozent. Der Vorjahreswert lag bei 3,8 Prozent (2,8 Prozent Juli 2019).

Der Arbeitsmarkt der Agentur Bamberg-Coburg umfasst folgende sieben Gebietskörperschaften: Stadt und Landkreis Bamberg, Stadt und Landkreis Coburg sowie die Landkreise Forchheim, Kronach und Lichtenfels . Der Landkreis Kronach (-3,8 Prozent), die Stadt Bamberg (-3,1 Prozent) sowie Lich-tenfels (-2,7 Prozent) verbuchten den kräftigsten Rückgang. Aber auch in der Stadt Coburg (-0,8 Prozent), Forchheim (-0,7 Prozent) sowie in den Landkreisen Bamberg (-0,7 Prozent) und Coburg (-0,5 Prozent) ging die Arbeitslosigkeit zum Start in die Sommerferien leicht zurück.

Quote liegt bei 3,4 Prozent

Im Landkreis Lichtenfels sind momentan 1321 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Im Juli sank ihre Zahl um 37 Personen oder 2,7 Prozent. Im Vorjahresvergleich hat sich die Arbeitslosigkeit um 381 Menschen bzw. 22,4 Prozent verringert. Lichtenfels verzeichnet seit Monaten unter allen Kreisen und Städten des Agenturbezirks die größte Dynamik beim Abbau der Arbeitslosigkeit , die zum Anfang der Corona-Krise im April letzten Jahres sprunghaft anstieg. Die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen und jungen Erwachsenen unter 25 Jahren vergrößerte sich im letzten Monat um 13 oder 10,0 Prozent auf 143. Im Juli kommt es regelmäßig zu vermehrten Ar-beitslosmeldungen von jungen Menschen, die nach Abschluss der Berufsausbildung nicht übernommen wurden oder Abgänger von allgemein- und berufsbildenden Schulen waren. Im Vergleich zum Vorjahr ist ihre Arbeitslosigkeit jedoch um ein Viertel bzw. 48 bereits wieder kleiner geworden. Im Juli wurden 5,5 Prozent weniger Menschen entlassen und es fanden 9,9 Prozent mehr einen neuen Job als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote beträgt 3,4 Prozent (Juni 3,5 Prozent). Vor zwölf Monaten lag sie noch bei 4,3 Prozent.

Bei den Vermittlungsexperten gingen im Juli aus dem Landkreis Lichtenfels 268 sozialversicherungspflichtige Stellenangebote ein, 56,7 Prozent bzw. 97 mehr als im Vorjahr. Aktuell betreut der Arbeitgeberservice 1011 Arbeitsplatzperspektiven im Bestand, 16,3 Prozent (+142) mehr als in 2020. Den größten Zuwachs (+27,6 Prozent, +63 Stellen) verbucht die Industrie. Mit insgesamt 291 Jobangeboten bietet sie einen Stellenmix aus sämtlichen Branchen. Auf 100 gemeldete Stellen kommen aktuell statistisch lediglich 131 arbeitslose potenzielle Bewerber. red