Mit einer kleinen Feierstunde im Rathaus Leutenbach verabschiedete Bürgermeisterin Ulrike Götz ( CSU ) ihren Amtsvorgänger Florian Kraft, den ehemaligen Zweiten Bürgermeister Roland Schmitt , den langjährigen Gemeinderat Raimund Dörfler und die ehemalige Gemeinderätin Magdalena Dorsch, die wegen Urlaubs nicht dabei sein konnte, aus dem Ratsgremium.
Schmitt wurde mit dem Silbernen Ehrenring der Gemeinde Leutenbach ausgezeichnet, Kraft und Dörfler mit dem Goldenen. Dörfler verzichtete jedoch auf den Ring und bat schon im Vorfeld, den Gegenwert des Rings zwei Kirchenstiftungen zu spenden. Dem kam die Gemeinde nach, und somit erhalten die Kirchenstiftungen St. Wendelin und St. Moritz je 300 Euro. Wie Dörfler dazu erklärte, sei er völlig überrascht davon gewesen, dass ihm der Gemeinderat einstimmig diese hohe Ehrung zuerkannt habe. Er habe sein Ehrenamt 36 Jahre lang stets aus tiefer Überzeugung und ohne den Wunsch nach persönlicher Auszeichnung ausgeübt.
Roland Schmitt war sechs Jahre lang Gemeinderat , danach ebenso lange Zweiter Bürgermeister . Sein Weg in die Kommunalpolitik war schon durch seine Herkunft in der Kindheit geprägt. Denn sein Vater Heinrich Schmitt war Bürgermeister der früheren Gemeinde Oberehrenbach. „Du warst keiner, der sich in den Vordergrund gedrängt hat, sondern einer, der dort angepackt hat, wo er gebraucht wurde“, sagte Götz.
Die Ehrung und Verabschiedung von Dörfler sei ein besonderer Moment, betonte Götz. Denn er habe die Gemeinde mitgestaltet, begleitet und geprägt. Mehr als 430 Gemeinderatssitzungen habe er besucht. Was ihn dabei immer auszeichnet habe, sei seine Verlässlichkeit. Besonders wichtig sei dem Politikwissenschaftler immer gewesen, dass die Anliegen der Bürger gehört würden. Dörfler habe seine Meinung stets offen und klar vertreten. „Du warst hartnäckig, manchmal unbequem, aber immer mit dem Ziel, das Beste für unsere Gemeinde zu erreichen“, sagte Götz.
Neben außergewöhnlichen Rahmenbedingungen in der Corona-Zeit konnten in der zwölfjährigen Amtszeit von Bürgermeister Florian Kraft zahlreiche Maßnahmen umgesetzt und Entwicklungen angestoßen werden, lobte Götz ihren Amtsvorgänger. Ein Schwerpunkt lag demnach im Bereich der Wasserversorgung. Götz zählte viele weitere Maßnahmen auf, die in die Amtszeit von Kraft fielen, wie Hochwasserschutz, Kinderbetreuung und Schule, Spielplätze, Feuerwehrwesens, Straßensanierungen, Glasfaserausbau, Bau- und Gewerbegebiete.
Florian Kraft zeigte sich sichtlich gerührt von dieser Auszeichnung. Er könne ein gut bestelltes Haus übergeben. „Das Wichtigste ist, dass man als Gemeinderat hinter den Entscheidungen steht“, betonte Kraft.