Kultureller Genuss für alle Sinne und Geschmacksrichtungen: Die beliebten Kultursonntage der Kulturgemeinde Burgkunstadt in der alten Vogtei Burgkunstadt , welche von der Friedrich-Baur-Stiftung unterstützt werden, starten mit einem aufregenden und hochkarätigen Programm in ihre mittlerweile 16. Saison. Unter einem hervorragenden Hygienekonzept für Künstlerinnen, Künstler und Besuchende eröffnet am Sonntag, 10. Oktober, das bekannte Geschwisterquartett „TenHagen“ die Veranstaltungsreihe.

Ob Kammerkonzert, Gitarrenduo oder musikalische Lesung von hochkarätigen Künstlerinnen und Künstlern: Die Darbietungen im neuen Programm der beliebten Kultursonntage der Friedrich-Baur-Stiftung versprechen nicht nur Abwechslung und Qualität, sondern vor allem auch eine stimmungsvolle „Auszeit“ vom pandemiegeprägten Alltag. Die Räume fassen unter den derzeitigen Bedingungen 45 Personen mit Abstand, circa 80 Personen ohne Abstand aber mit Maske. Mit hervorragendem Hygienekonzept, das derzeit etwa die 3G-Regelung, das Mindestabstandsgebot und gegebenenfalls das Tragen einer medizinischen Maske am Platz beinhaltet, hofft die Kulturgemeinde Burgkunstadt nach knapp einjähriger Unterbrechung der Veranstaltungsreihe auf bereichernde Abende für Kunstschaffende und Gäste. Eine Pause während der Veranstaltung wird es vorerst nicht geben.

Den musikalischen Auftakt bereitet am 10. Oktober um 17 Uhr ein Konzert mit dem Geschwisterquartett „TenHagen“. Die beiden Frauen und Männer haben inzwischen einen festen Platz in der deutschen und internationalen Kammermusikszene. Sie bestechen durch enorme Ausdruckskraft und leidenschaftliche Musikalität und versprechen ein außergewöhnliches Musikerlebnis bei der Interpretation von Mozarts konzertant-virtuosem D-Dur-Quartett KV 575 und Beethovens Streichquartett op.130.

Tradition hat mittlerweile dagegen schon die Verleihung des Chamisso-Publikationsstipendiums der Friedrich-Baur-Stiftung in diesem Jahr an Ali Abdollahi . Die Gedichte des iranischen Schriftstellers sind bereits in mehreren Sprachen übersetzt worden: Er überträgt klassische Autoren von Schleiermacher bis Heine sowie gegenwärtige deutschsprachige Dichtung ins Persische. Begleitet wird er an diesem Abend von Roman Bunka, einem der bekanntesten europäischen Virtuosen auf der arabischen Laute, und dem Schriftsteller Michael Krüger , der die Lesung und das Gespräch mit dem Preisträger am Sonntag, 24. Oktober, um 17 Uhr, moderiert. Der Eintritt ist an diesem Abend frei.

Es bleibt international

International bleibt der kulturelle Herbst, doch in ganz anderer Stilrichtung: „Summer in Spain – das Essener Gitarrenduo“ mit Bernd Steinmann und Stefan Loos wird am Sonntag, 14. November, um 17 Uhr neben berühmten spanischen Melodien, unter anderem aus „Carmen“ von Bizet, und traditionellem Flamenco auch eigene Kompositionen präsentieren.

Bereits im Advent angekommen, erlangt die vorweihnachtliche Sinnlichkeit eine rührende, aber auch unterdessen witzige Note: Am Sonntag, 12. Dezember, um 17 Uhr werden Monika Manz und Susanne Weinhöppel an der Harfe ihre musikalische Lesung „ Weihnachten mit Oskar“ zum Besten geben. Als Basis dienen die Geschichten, die der große bayerische Schriftsteller Oskar Maria Graf zur Weihnachtszeit erzählt. Die Schauspielerin Monika Manz lässt Grafs Texte in vielen Variationen lebendig werden. Die Musikerin Susanne Weinhöppel spielt mit ihrer Harfe und ihrer Stimme den Weihnachtsengel, der untermalt und forterzählt ...

„Viele Künstler sind in ihrer Arbeit durch die Pandemie stark beeinträchtigt“, weiß die Organisatorin der Kultursonntage, Andrea Buder, von der Bayerischen Akademie der Schönen Künste . „Sie haben weniger Auftrittsmöglichkeiten und Einladungen ins Ausland und sind natürlich auch an entsprechende Verordnungen beziehungsweise Quarantäne-Regelungen gebunden.“ Dabei seien Musiker es gewohnt, langfristig vorauszuplanen und Tourneen zu organisieren. „Das war und ist in der jetzigen Zeit sehr schwierig.“ Zudem arbeiten viele Künstler auf Honorarbasis, das heißt sie sind abhängig von regelmäßigen Aufträgen. Die beliebten Kultursonntage in Burgkunstadt , die etwa schon weltberühmte Stars, wie die Pianistin Claire Huangcie oder die Schauspielerin Michaela May anzogen, bieten hier eine hervorragende und sichere Auftrittsmöglichkeit. Gleichzeitig schaffen die besonderen Räume der Alten Vogtei eine außergewöhnliche Intimität für Publikum und Künstler. „Mancherorts gelten die Kultursonntage als Geheimtipp.“