Werner Höchstetter

Gute Nachrichten für corona-geplagte Eltern in Litzendorf : Sie müssen für die Kindertageseinrichtung "Haus für Kinder" im Januar nur "die halbe Miete " entrichten. Das betrifft den Teil der Erziehungsberechtigten, der während des erneuten Lockdowns die angebotene Notbetreuung nicht in Anspruch nimmt. Die andere Hälfte legt die Gemeinde drauf, da es, im Gegensatz zum ersten Lockdown im Frühjahr, vom Freistaat keine Erstattung der entgangenen Einnahmen gibt.

Familienfreundlichkeit

Ein Zeichen der Familienfreundlichkeit, das von allen Fraktionen gutgeheißen wurde. Immerhin dürfen Kinder auch aus "nichtsystemrelevanten" Berufsgruppen ohne Angabe von Gründen in die Notbetreuuung geschickt werden. Ansonsten war Bauen angesagt bei der jüngsten Sitzung des Litzendorfer Gemeinderats . Im Mittelpunkt stand der Bebauungsplan Schlemmerwiesen II im Ortsteil Pödeldorf. Probleme wurden bei der Erstellung von Ausgleichsflächen thematisiert. Außerdem gab es von Bürgerseite Einwände gegen ein Baugebiet mit 20 000 Quadratmetern oder mehr, obwohl bekannt sei, dass nicht alle Grundstückseigentümer verkaufsbereit sind.

Verwaltung widerspricht

Das Bebauungsgebiet "Schlemmerwiesen" mache seinem Namen alle Ehre, da es zu großzügig geplant sei, ohne Rücksicht auf Erschließungskosten, laufende Kosten und Ressourcenverbrauch. Die Verwaltung hält dagegen, dass in dem betreffenden Gebiet aufgrund des angrenzenden Gewerbegebietes "Schlemmerwiesen I" bereits Infrastruktur vorhanden sei und eine gute Verkehrsanbindung an die Staatsstraße und die nahe Autobahn bestehe. Außerdem werde das Gebiet durch die geplanten Grünflächen aufgewertet und das "Kleinklima" so in Zeiten steigender Sommertemperaturen verbessert.

Häuslebauer in Melkendorf

Ein weiteres Bebauuungsgebiet soll im Ortsteil Melkendorf entstehen, wo eine Eigentümergemeinschaft ihre Grundstücke so parzellieren will, dass darauf Grundstücke in der Größe um die 600 Quadratmeter entstehen, "was man in Melkendorf halt so braucht", so Erster Bürgermeister Wolfgang Möhrlein ( CSU ).

Schließlich müsste "jungen Familien eine Chance gegeben werden" angesichts steigender Preise auf dem Immobilensektor.