Ohne Rita Simon, geborene Wailersbacher, würde in Buttenheim das kulturelle und soziale Leben um vieles ärmer sein. Nicht nur Buttenheims Bürgermeister Michael Karmann schätzt ihre Präsenz in den verschiedenen Buttenheimer Vereinen, sondern auch bei den Dorfverschönerungsmaßnahmen und die Tatsache, dass sie "immer mit Leib und Seele dabei ist und immer hilft, wenn man anfragt".

Ihr Leben war nicht immer einfach, doch die gelernte Schneiderin, die noch bis zu ihrem 80. Geburtstag die Kita Sonnenblume geputzt hat, hat sich auch nie unterkriegen lassen. Sie strebte nie ein Mandat oder ein Amt an, vielmehr will sie lieber im Hintergrund handeln und mitmachen. Bei vielen Veranstaltungen, das kann auch Margit Fritschi berichten, ist sie es, die dann auch Arbeiten macht, wovor sich manche eher drücken. Sie selbst ist der "Schusters Rita" oder für viele ältere Buttenheimer der "Klaa Schustera", ihr Vater war Schustermeister in Buttenheim , sehr dankbar für ihre Mithilfe im gemeindlichen Ferienprogramm. So ist sie unter anderem federführend bei der Kräuterbüschelaktion und bei der Bewirtung der Senioren am Kirchweihmontag mit dabei.

Darüber hinaus hilft sie immer beim Weihnachtsmarkt in der Fairtrade-Bude mit und unterstützt den Verkauf des Kleinen Mobilen Weltladens auch bei anderen Gelegenheiten.

Doch ganz oben auf der Prioritätenliste steht für Rita Simon die dörfliche Weihnachtskrippe. Sie hat dafür gesorgt, dass Krippenfiguren angeschafft wurden, kümmert sich zusammen mit dem Bauhof um die Aufstellung und dann wieder um den Abbau der Krippe. Sie hat die Figuren mit wunderschönen Gewändern ausgestattet und wechselt auch immer wieder die Krippendarstellungen. Das bereitet ihr viel Freude und liegt ihr sehr am Herzen, wie sie gerne erzählt.

Ihre Kreativität ist gefragt

Ähnlich ist es mit dem Schmücken des Osterbrunnens. Dies tut sie im Rahmen ihres Engagements beim Buttenheimer Obst- und Gartenbauverein . Sie unterstützt die Gestaltung des Erntedankaltars, sorgt für die Blumenkörbe für Festumzüge, hält die Trachtenröcke des Vereins in Schuss und ändert diese bei Bedarf um. Näharbeiten an Ministranten- und Messgewändern werden von ihr übernommen und so mancher Wallfahrer hat bei ihr daheim schon eine Übernachtungsmöglichkeit bekommen.

Viel Freude bereitet sie den Buttenheimern durch die aufwendig gestalteten Pflanztröge in der Ortsmitte. Daneben engagiert sie sich bei der KAB Buttenheim , beim Buttenheimer Sportverein und im Rahmen der Städtepartnerschaft mit Ronzo-Chienis.

Die gebürtige Buttenheimerin vermisst im Moment sehr das gesellige Leben, insbesondere das Zusammensein mit "der Trachtengruppe vom Obst- und Gartenbauverein ", die Ausflüge und die gemeinsamen Essen. Gelobt werden will sie für ihr vielfältiges ehrenamtliches Engagement eigentlich eher nicht. Denn "ich weiß selbst, was ich kann" und "ich weiß selbst, was ich wert bin", so die rüstige 82-Jährige, und alles andere ist ihr eigentlich egal! Vielmehr lobt sie im Gespräch "die starken Männer vom Bauhof", die Gemeindeverwaltung und ihre Mitstreiterinnen, "ohne die es doch auch nicht ginge".