In der Stadt Bamberg stieg die Zahl der Arbeitslosen im August um 49 Menschen (+ 2,6 Prozent) auf 1900 Personen. Seit dem letzten Jahr ist sie um 194 Personen (-9,3 Prozent) zurückgegangen.

Vor allem junge Menschen meldeten sich verstärkt nach dem Ausbildungsende arbeitslos , da nicht immer ein nahtloser Übergang in eine Beschäftigung aufgrund der Ferienzeit möglich war. Die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen und jungen Erwachsenen unter 25 Jahren erhöhte sich daher im letzten Monat um 43 oder 21,8 Prozent auf 240. Etliche haben jedoch bereits eine Perspektive ab Herbst, geht aus der Monatsbilanz der Arbeitsagentur hervor.

Die Arbeitslosenquote liegt bei 4,5 (Juli 4,4 Prozent). Vor einem Jahr betrug sie noch 4,9 Prozent. Im August meldeten die Betriebe aus dem Stadtgebiet dem Arbeitgeberservice 483 sozialversicherungspflichtige Stellen, 79,6 Prozent mehr (+214) als im Vorjahr. Im Stellenpool der Vermittler befinden sich aktuell 1671 Beschäftigungsangebote. Das sind 489 oder 42,5 Prozent mehr als 2020.

Im Land weniger Arbeitslose

Im Bamberger Land reduzierte sich die Arbeitslosigkeit im August um 49 Personen (-2,2 Prozent) auf 2224, trotz der verstärkten Meldung von Jugendlichen , die nach ihrem Ausbildungsende arbeitslos wurden, da nicht immer ein nahtloser Übergang in eine Beschäftigung aufgrund der Ferienzeit möglich war. Die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen und jungen Erwachsenen unter 25 Jahren erhöhte sich daher im vergangenen Monat um 58 oder 26,9 Prozent auf 274. Sie liegt jedoch um 29,0 Prozent (-112) unter dem Wert von 2020 und erstmals unter dem von vor zwei Jahren. Im Jahr vor der Krise waren es 301 Jugendliche gewesen.

Die Arbeitslosenquote sank seit Juli um 0,1 Prozentpunkte auf 2,5 Prozent (Vorjahr 3,0 Prozent). Das ist Vollbeschäftigung und die niedrigste Quote im gesamten Agenturbezirk.

Im Landkreis Bamberg erhielt der Arbeitgeberservice in diesem Monat 357 sozialversicherungspflichtige Stellenangebote, 3,2 Prozent (+11) mehr als im letzten Jahr. Im Stellenpool der Vermittlungsprofis befinden sich derzeit 1709 Beschäftigungschancen, 537 oder 45,8 Prozent mehr als im August 2020.

 Boris Flemming, Geschäftsführer Operativ der Agentur für Arbeit Bamberg-Coburg, ist trotz der nahenden vierten Corona-Welle weiter optimistisch: „Der August bescherte uns einen sehr geringen saisonalen Anstieg der Arbeitslosigkeit . Die übergangsweise Erhöhung der Jugendarbeitslosigkeit nach dem Schul- oder Ausbildungsende wurde von der weiterhin hohen Einstellbereitschaft der Betriebe größtenteils überlagert. Noch nie seit der Gründung der BRD im Jahre 1949 hatten wir so viele Stellenangebote im Bestand. Auf 100 Jobofferten kommen gerade mal 136 bei uns gemeldete potenzielle Bewerber. Gastronomie und Tourismus florieren derzeit. Während teilweise die Gäste zu viel werden, wird das Personal zu knapp. Manche Arbeitgeber bekommen gar keine Bewerbungen mehr. Bei anderen überschlagen sich die Interessenten, da die Attraktivität ihrer Arbeitsbedingungen sich jetzt bezahlt macht. Schwächere, motivierte Bewerber bekommen zunehmend Chancen.“ red