Die Wasserversorgung ist ein Thema, das viele Kommunen beschäftigt. Die Sicherung der Wasserversorgung gehört zu den Pflichtaufgaben und ist in der Regel mit einem großen Kostenaufwand verbunden. Mit staatlichen Zuschüssen ist nicht zu rechnen.

In der jüngsten Sitzung des Marktgemeinderats unter Leitung von Bürgermeister Klaus Homann ( CSU ) stand das Thema Wasserversorgung oben auf der Agenda. Christian Esser, vom Ingenieurbüro Höhnen & Partner und Andreas Gartiser, vom Büro Gartiser, Germann & Piewak stellten dem Gemeinderat eine Studie vor, um eine qualitativ und quantitativ einwandfreie Trinkwasserversorgung für Hirschaid-Ost zu sichern.

Seit 1925 und 1950 betreibt die Marktgemeinde nordwestlich von Kälberberg sieben gefasste Quellen zur Trinkwasserversorgung. Zwei der Quellen erschließen den Malmkarst (Kälberbergquelle I und II), die übrigen den Dogger-Beta-Sandstein und die angekoppelten Hangschutzbereiche, die sogenannten Eichwaldquellen. Wegen der schlechten Schützbarkeit wurden die Kälberbergquellen bereits aufgelassen.

Bei den anderen Quellen sind die Anlageteile veraltet und entsprechen nicht mehr dem heutigen Stand der Technik und den hygienischen Anforderungen. Für deren weitere Nutzung sind umfangreiche Ertüchtigungs- und Sanierungsmaßnahmen zwingend notwendig. Für sie wurde ein detaillierter Maßnahmenkatalog erarbeitet und vorgestellt. Darüber hinaus wurde vorgeschlagen, den FWO-Wasserbezug (Fernwasser) aufzustocken, um den Wasserbedarf langfristig zu sichern.

Ausführlich diskutiert wurde, zu welchem Ergebnis die Gespräche mit der Nachbargemeinde Strullendorf über eventuelle Wasserlieferungen geführt haben. Der Bürgermeister konnte lediglich mitteilen, dass er noch keine schriftliche Auskunft bekommen habe.

Letztendlich befürwortete der Marktgemeinderat die vorgestellten Maßnahmen. Dafür wurden Kosten von 1,7 Millionen Euro in den Raum gestellt; man rechnet mit einer Bauzeit von rund zwei Jahren.

Kämmerer Christian Kropfelder stellte dem Marktgemeinderat die notwendige Gebührenkalkulation für die Wasserverbrauchsgebühren vor. Unter Berücksichtigung der vorläufigen Ergebnisse für 2021 ist ein Fehlbetrag von 753 851 Euro entstanden. Der Fehlbetrag ergab sich insbesondere 2018 und 2019 durch Reparaturen und Instandhaltungsmaßnahmen. Unter der Berücksichtigung der Ergebnisse der Vorjahre beläuft sich der Gesamtdeckungsbedarf für den Kalkulationszeitraum für das Wasser auf 4 733 253 Euro . Dies macht eine Erhöhung von 0,53 Euro netto pro Kubikmeter notwendig, sodass der neue Gebührensatz ab Januar 2,23 Euro netto pro Kubikmeter Trinkwasser beträgt. asp