Heribert Ritzel zum Ehrenchorleiter ernannt

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Josef Wich (2.v.r.) und Herbert Fleischmann (r.) wurden für 65 Jahre aktives Singen ausgezeichnet. Die Ehrung übernahmen Burkard Neubauer und Pia Hempfling. Horst Habermann
Josef Wich (2.v.r.) und Herbert Fleischmann (r.) wurden für 65 Jahre aktives Singen ausgezeichnet. Die Ehrung übernahmen Burkard Neubauer und Pia Hempfling.  Horst Habermann
Heribert Ritzel (rechts) wurde durch Vorsitzenden Herbert Fleischmann zum Ehrenchorleiter ernannt.
Heribert Ritzel (rechts) wurde durch Vorsitzenden Herbert Fleischmann zum Ehrenchorleiter ernannt.
 

Im Rahmen seiner 170-Jahr-Feier hat der Männergesangverein Cäcilia auch Mitglieder geehrt.

Im Mittelpunkt stand die Ernennung von Heribert Ritzel zum Ehrenchorleiter. Dazu hielt Erster Vorsitzender Herbert Fleischmann eine umfangreiche Laudatio mit ausführlichen Worten: „Im Jahr 1981 ging bei der Cäcilia der Taktstock gewissermaßen von einer Generation an die nächste. Nachdem sein Vater Robert Ritzel altersbedingt die Chorleitung abgeben musste, übernahm Heribert als junger Dirigent die musikalische Verantwortung für die Cäcilia. Was damals wohl noch niemand ahnen konnte: Damit begann eine Ära, die den Schwürbitzer Chor über Jahrzehnte prägen sollte. Heribert führte die erfolgreiche Arbeit seines Vaters fort und setzte eigene musikalische Akzente.“

Bereits 1984 konnte sich die Cäcilia beim Ausleseverfahren des Fränkischen Sängerbundes in Lauf an der Pegnitz als Leistungschor qualifizieren. Es folgten viele Jahre mit unzähligen Auftritten, Konzerten, Sängerfesten und gemeinsamen Unternehmungen. Unvergessen bleiben die Auftritte auf der Seebühne in Bad Staffelstein, die Serenaden, die Chorreisen und natürlich die beiden Reisen zum Internationalen Adventssingen im Wiener Rathaus. Auch das große 150. Vereinsjubiläum im Jahr 2006 trug Ritzels musikalische Handschrift.

„Heribert hat den Cäcilia-Chor über Jahrzehnte geprägt. Er kannte seine Sänger. Er wusste, was er ihnen zutrauen konnte, und wahrscheinlich wusste er manchmal auch ganz genau, wann er noch ein bisschen mehr aus dem Chor herausholen musste“, sagte Herbert Fleischmann.

Musik im Blut

Die musikalische Tradition der Familie Ritzel reicht übrigens weiter. Heriberts und Manuelas Sohn Markus, der schon als Bub bei den Chorproben dabei war, hat die Musik später zu seinem Beruf gemacht.

Aus gesundheitlichen Gründen kam schließlich der Zeitpunkt, an dem Heribert Ritzel die aktive Leitung des Chores abgeben musste. Aber dass man zwar das Amt des Chorleiters abgeben kann, nicht aber die Verbundenheit zu „seinem“ Chor, das habe Heribert im vergangenen Jahr auf eine ganz besondere Weise gezeigt. Bei einem Abend der Serenaden sollte die Cäcilia natürlich auch selbst auftreten. Doch der Chorleiter konnte nicht dabei sein, und auch die Vertretung stand an diesem Abend nicht zur Verfügung. Und dann war da Heribert. Eigentlich war er gemeinsam mit seiner Frau Manuela als Gast gekommen. Als klar wurde, dass man einen Dirigenten brauchte, hat er nicht lange überlegt. Er stand auf, stellte sich vor seine ehemaligen Sänger und dirigierte. Ohne gemeinsame Probe, ohne großes Aufheben. Einfach so. Und auf einmal war es wie in alten Zeiten. Heribert vorne, seine Cäcilia hinter ihm. Und es funktionierte.

Heribert Ritzel habe der Cäcilia einen großen Teil seines musikalischen Lebens geschenkt. „Er hat dem Chor über Jahrzehnte seine musikalische Handschrift gegeben“, sagte Fleischmann.

Sichtlich gerührt dankte Heribert Ritzel den Verantwortlichen der Cäcilia und ließ kurz schöne Erinnerungen Revue passieren.

 Horst Habermann