Die Kreisumlage in Höhe von 5,3 Millionen Euro und die Personalausgaben (2,8 Millionen Euro) machen 57 Prozent der gesamten Ausgaben des Verwaltungshaushaltes aus. Die soziale Sicherung (Schulen und Kindergärten) verursachen 4,5 Millionen Euro Kosten bei 2,3 Millionen Einnahmen.
Zur Finanzierung ist auch eine Entnahme aus der Rücklage in Höhe von 6,6 Millionen Euro erforderlich. Ab 2027 sind Kreditaufnahmen in der mittelfristigen Finanzplanung vorgesehen. Nach aktueller Prognose sollen diese ein Volumen von 35 Millionen Euro im Jahr 2029 betragen. Die Zins- und Tilgungszahlungen für diese Kredite werden die Haushalte dann ab 2027 belasten.
Norbert Maier (Grüne) meint, dass seit fünf Jahren über Kreditaufnahmen gesprochen wird, diese aber bisher nicht benötigt wurden. Ihn ärgert, dass die Pflichtaufgaben gegen die freiwilligen Ausgaben ausgespielt werden. Energie und Ökologie kommen seiner Meinung nach zu kurz.
Wenn die Gemeinde rechtzeitig investiert, kämen auch Einnahmen zurück. Auch der Ausbau der Radwege und die Berücksichtigung der Belange der Ortsteile liegen ihm am Herzen.
Die Mehrzweckhalle, das neue Feuerwehrhaus und die Offene Ganztagsschule, zudem die Sanierung der Abwasserleitungen – alles wichtige Projekte, die der Bürgermeister für die kommenden Jahre anspricht.
Marco Hümmer (CSU) merkte an: „Wir werden nicht alles machen können“. Die Sanierung der Ortsverbindungsstraße bei Oberlindach wurde zunächst gestoppt. Dagegen wurde beiläufig bekannt gegeben, dass der Erwerb des alten Sparkassengebäudes am Marktplatz als freiwillige Aufgabe bereits getätigt wurde. Für 2027/2028 soll ein Konzept erarbeitet werden.
In der Detailsicht auf die Ausgabenpositionen haben die Haushälter auch konkret nachgefragt. Roland Maier (UWG) sind 80.000 Euro Kosten für Tiefbauarbeiten aufgefallen. Wendel bestätigte, dass das für die Schotterung des Festplatzes ausgegeben wurde.
Mit 7:0 stimmte der Haushaltsausschuss dem Haushaltsplan zu.