Um diese Ziele zu erreichen, werden aktuell Ortschaften mit mindestens 150 Einwohnern angefahren. Diese Zahl steht nun auf dem Prüfstand. „Die Frage ist: Bleibt man bei den 150 Einwohnern? Oder geht man auf 200 oder 300 Einwohner?“, erklärte Landrat Christian Meißner . Die Mitarbeiter des VGN sagten, dass, sollte die Einwohnerzahl von 150 auf 200 angehoben werden, im Landkreis Lichtenfels 13 Haltestellen entfallen würden, sowie die „Unterweghalte“. Haltestellen, die auf den Weg dorthin bedient werden können. Was am Ende einem Wegfall von mehr als 60 Haltestellen bedeuten würde.
Zudem wurden die Kriterien Erschließung, Erreichbarkeit und Bedienhäufigkeit thematisiert. Hier brachte Bernardth Storath den Einwand, dass jemand bei ihm in Eggenbach nicht den ÖPNV nutzen wird, wenn er auf seinem Weg nach Bamberg mehrere Male umsteigen müsse. Hieran müsse gearbeitet werden. Das Thema wurde einstimmig als Beschlussvorlage in den Kreistag eingebracht.
Als weiterer Punkt stand der jährliche Bericht der Geschäftsführung des Landschaftspflegeverbandes des Landkreises Lichtenfels auf der Tageordnung. Leonhard Anwander, der stellvertretende Geschäftsführer des Verbandes, stellte die Arbeiten des Verbandes dar und deren Notwendigkeit.
Die Zustimmung der Kreisausschussmitglieder zum Haushaltplan für das Haushaltsjahr 2026 wurde zum Schluss zwar mit zwei Gegenstimmen gefasst, war jedoch von harten Worten seitens Susann Freiburg (Bündnis 90/Die Grünen) begleitet. „Der Landschaftspflegeverband hat in Hinblick auf Biodiversität seine Berechtigung“, sagte sie, bemängelte jedoch, dass ihr wichtige Unterlagen zur Entscheidungsfindung wiederum nicht vorgelegt wurden. Dies soll nun im kommenden Jahr zwingend erfolgen.
Als nächster Punkt wurde von Andrea Musiol zwei Leader-Projekte zur Abstimmung in den Kreisausschuss eingebracht. Zum einen die Erstellung eines gemeinsamen Tourismuskonzeptes der Stadt Lichtenfels und der Stadt Bad Staffelstein .
Und als zweites die Errichtung von zwei Mountainbike-Anlagen. Zum einen eine sogenannte „Skill-Area“ auf einer Betonfläche in Vierzehnheiligen sowie ein Flow-Trail, auf dem Mountainbike-Anfänger üben können.
Zudem soll in Lichtenfels eine sogenannte „Jumpline“ entstehen, bestehend aus modelliertem Erdhügel und Erdwällen, die es sportlich orientieren Fahrern ermöglichen, Fahrtechniken zu üben.
Neue Ausbildung
Während Tagesordnungspunkt eins einstimmig schnell beschlossen war, wurde die „Skill-Area“ in Hinblick auf ihren Standort diskutiert. Andrea Musiol sagte, dass geeignete Grund- und Waldstücke vorhanden sein müssten, und dies sei in Vierzehnheiligen gegeben. Das sei aber nicht zementiert.
Der letzte Tagesordnungspunkt war die Einführung einer neuen Ausbildungsrichtung an der Staatlichen Berufsfachschule für Flechtwerkgestaltung: „Additive Fertigung“, eine zweijährige Vollzeitausbildung mit dem Einsatz von 3D-Druck-Systemen, CAD und digitaler Konstruktion.