Der Bürgermeister hob besonders hervor, dass in 170 Jahren viele Generationen ihren Teil dazu beitrugen, dass dieses Jubiläum stattfinden könne. Manche Namen kenne man noch, andere seien vielleicht längst vergessen. Aber jeder Einzelne habe über viele Jahre in der Gemeinschaft etwas aufgebaut und erhalten.
Oswald Kremer hob die ländlich geprägte Ortschaft Schwürbitz hervor, die vor 170 Jahren zum Königreich Bayern gehörte. König Maximilian II. regierte zu dieser Zeit. Er galt als großer Förderer der Wissenschaften und der Volkskultur. Die Gründung eines Gesangvereins sei ein typisches Zeichen für das Erstarken des bürgerlichen und kulturellen Vereinslebens in dieser Epoche gewesen.
Da die Volksfrömmigkeit damals ein hohes Gut war, habe man sich an die Heilige Cäcilia erinnert. Sie gilt als Patronin der Kirchenmusik. „Musik hat eben eine übergreifende Wirkung auf Körper, Geist und Gesellschaft und verbindet Menschen über alle Grenzen hinweg“, so Kremer. So habe sich der Verein bis in die jetzige Zeit entwickelt. Weitere Grußworte wurden gesprochen.
Auftritte der Chöre
Am Nachmittag erfolgten im Festsaal die Auftritte der einzelnen Chöre: Männergesangverein Cäcilia 1856 Schwürbitz, Chorisma Schwürbitz, Liederkranz Großwalbur, Taktvoll Buch am Forst, Harmonie Kösten (kam nur zum Gratulieren, konnte wegen eines Todesfalles nicht auftreten), Gesangverein Gestungshausen, Liederkranz 1856 Burgkunstadt und Gesangverein Obersdorf. Zwischendurch trug Schriftführer und Protokollführer Horst Habermann einen Vereinsrückblick aus „170 Jahre Chronik Cäcilia Schwürbitz“ vor.
Im Einzelnen traten unter der Moderation von Manfred König die Gesangvereine wie folgt auf: Männergesangverein Cäcilia 1856 Schwürbitz mit Chorisma unter Leitung von Chorleiter Fabian Spindler mit den Liedern „Arcobaleno, Montana Libre, „Va Pensiero (Nabucco) und Fränkischer Wind.
Liederkranz Großwalbur 1859 unter Leitung von Yvonne Unger mit den Liedern „Halleluja, Sommerpsalm“, Probier's mal mit Gemütlichkeit, Feierlied und Ich geh in Flammen auf“.
Chor Taktvoll Buch am Forst unter Leitung von Ute Kraus mit den Liedern „Singen macht Spaß, Rock my soul, Jede Stunde, Si ma ma imara, Siahamba.
Männergesangverein Gestungshausen unter Leitung von Ralf Fischer mit den Liedern „Heast as net, Alt wie ein Baum, Wunder gescheh‘n, Dorfkind, Dorfrocker “.
Liederkranz 1856 Burgkunstadt unter Leitung von Katharina Flierl mit den Liedern „In die blühende Welt, Wochenend und Sonnenschein, Drei schöne Dinge fein, Ein Freund, ein guter Freund“.
Gesangverein Obersdorf unter Leitung von Ingrid Müller mit den Liedern „Vergiss nicht zu singen, Wanderlied, Irisches Liebeslied , Mein Dörflein“.
Weitere ergreifende Momente gab es, als Heribert Ritzel zum Ehrenchorleiter ernannt und weitere Chormitglieder geehrt wurden (siehe Seite 6).
Dank an die Mitwirkenden
Ein unvergessliches und eindrucksvolles Jubiläum ging am späten Nachmittag zu Ende.
Ausführliche Dankesworte sprach abschließend Erster Vorsitzender Herbert Fleischmann: „Heute Morgen haben wir mit unserem Wortgottesdienst begonnen, haben miteinander gegessen und gefeiert, wir haben zurückgeblickt auf 170 Jahre Cäcilia – und vor allem haben wir sehr viel Musik gehört. Und wenn ich jetzt am Ende dieses Tages hier stehe, dann weiß ich vor allem eines: So ein Fest macht keiner allein. Viele Menschen haben dazu beigetragen – manche heute sichtbar hier im Saal, viele andere eher im Hintergrund. Und deshalb möchte ich zum Abschluss ganz bewusst danke sagen!“
Dankesworte sprach zum Schluss der frühere langjährige Vorsitzende Josef Lutter mit Kassier Klaus Güthlein an den Vorsitzenden Herbert Fleischmann mit Präsent und mit einem Blumenstrauß für die Gattin Marion.
Lutter würdigte die „absolute Topleistung von Herbert Fleischmann, der das einmalige 170-jährige Jubiläum bis ins letzte Detail in den letzten Monaten gemanagt hatte, geplant hatte und mit seinem Festausschuss umgesetzt hatte“. Und weiter: „Es war eine einzigartige Leistung. Dafür gebührt dem Ersten Vorsitzenden Herbert Fleischmann ein besonderes Lob und größte Anerkennung.“