Bei Starkregen und der Schneeschmelze bleibt die Maintallandschaft häufig vom Hochwasser nicht verschont. Dies war mit ein Grund dafür, weshalb in der Gemeinde Altenkunstadt schon frühzeitig die „Hochwasserfreilegung“ aufgegriffen wurde.

Die Ausweisung einer ersten Gewerbegebietes entlang der Weismainer Straße gab dazu mit die Veranlassung, und als die Entscheidung für den Bau des Schul- und Sportzentrums gefallen war, konnte dieser Sachverhalt ebenfalls schon Berücksichtigung finden. Die Flutmulde, die zwischenzeitlich entstanden war, leitete die Wassermassen, die insbesondere von der Weismain, der Krassach und den Pfaffendorfer Bach nach Altenkunstadt transportiert wurden , fortan sicher ab. Damit gehörte auch das Hochwasser, das früher sogar den Judenhof beeinträchtigte, der Vergangenheit an.

Ein weiterer Schritt in dieser Richtung konnte in diesen Tagen abgeschlossen werden, denn auf dem Teilstück zwischen der Kienmühlenbrücke und dem Zugang zum Schul- und Sportzentrum, von der Langheimer Straße aus, war die Gewässeraufweitung im Flutmuldenbereich der Weismain offiziell fertiggestellt. Eine Maßnahme, wie es bei einem Ortstermin Erster Bürgermeister Robert Hümmer erläuterte. So ist es nun möglich, dass sich das Wasser vom Flutmuldenbereich zusätzlich ausdehnen kann und durch seine bogenartige Wasserführung an Intension und damit Fließgeschwindigkeit verliert.

Diese Maßnahme, für die die Planungsgruppe Strunz, Ingenieurgesellschaft mbH, Bamberg, verantwortlich zeichnete, erforderte auch beträchtliche Erdbewegungen – so beim Oberboden rund 1250 Kubikmeter, der Aushub war mit 2800 Kubikmetern zu bewältigen, während 140 Meter Trinkwasserleitungen, die sich in diesem Bereich befanden, umgelegt werden mussten. Weiterhin wurde etwa 130 Tonnen Wasserbaupflaster verbaut. Der Erdbau erforderte dabei Kosten von rund 138 000 Euro und die zwischenzeitlich ebenfalls schon erfolgten Pflanzarbeiten nahmen circa 15 000 Euro in Anspruch. Bei alledem bot sich zudem die Möglichkeit, den Bodenaushub auch bereits teilweise für den künftigen Festplatz der Gemeinde mit einzubeziehen.