Bürgerwindpark nimmt jetzt Fahrt auf

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Spatenstich: Jetzt kann gebaut werden.Elke Pieger
Spatenstich: Jetzt kann gebaut werden.Elke Pieger

Gemeinsam mit bestens gelaunten Gesellschaftern, Grundstückseigentümern, Bürgermeistern, Vertretern der Banken und Behörden wurde mit dem Spatenstich der Startschuss für den Bürgerwindpark Burgebrach-Walsdorf gegeben.

„Mit seinen sieben modernen Windkraftanlagen des Typs Nordex N175 (Gesamthöhe 162,5 Meter, Leistung 6,8 Megawatt) stellt der Bürgerwindpark auf dem Gemeindegebieten des Burgebrach und Walsdorf den bisher größten selbst entwickelten Bürgerwindpark der Firmengeschichte dar“, so, Nadine Paulus, Geschäftsführerin Wust – Wind & Sonne.

Der Standort der Windenergieanlagen befindet sich 2,3 Kilometer südwestlich der Ortschaft Walsdorf – drei Windenergieanlagen in der Gemarkung Walsdorf und vier in der Gemarkung Ampferbach, einem Gemeindeteil des Marktes Burgebrach.

Aus diesem interkommunalen Projekt kann ein Jahresertrag von 86 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugt werden. Dieser deckt rechnerisch den Bedarf von rund 24.500 Haushalten.

Die Bürger profitieren als Gesellschafter der Bürgerenergiegesellschaft von den Erträgen ihres Windparks . Die 415 Gesellschafter der sieben Bürgerwindräder kommen vorrangig aus der Region. Sitz der Betreibergesellschaft ist der Markt Burgebrach. Wust – Wind & Sonne bleibt als Betriebsführer des Bürgerwindparks von der ersten bis zur letzten Kilowattstunde der Ansprechpartner für Bürgerinnen und Bürger und die Gemeinden.

Die hohen artenschutzrechtlichen Auflagen im Steigerwald erfüllt der Projektträger nach seinen Angaben zu 100 Prozent – ob es sich um eine Abschaltautomatik zum Schutz von Fledermäusen handelt oder um umfangreiche Ausgleichsmaßnahmen, etwa das Anlegen von Brachflächen und Blühstreifen, das Anbringen von Fledermauskästen und das Schaffen von Totholzbeständen.

Der Projektleiter Alexander Bromberger bescheinigte eine gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde Walsdorf und dem Markt Burgebrach und eine hohe Akzeptanz vor Ort. In Informationsveranstaltungen innerhalb von vier Jahren wurden die Bürgerinnen und Bürger in den Planungsprozess eingebunden.

Ab Ende September sollen die Bauteile angeliefert werden, im Juli 2027 soll die Anlage ans Netz gehen. Peter Pfohlmann, Bürgermeister von Burgebrach, begrüßte den Beginn des Projekts mit dem Hinweis, dass das Areal seit 2010 im Landesentwicklungsplan als Windvorranggebiet ausgewiesen ist.