Auch im vergangenen Jahr wurde das öffentliche Gemeindeleben in Bischberg durch die Corona-Pandemie in Mitleidenschaft gezogen. Die wurde bei den Jahresberichten für die Bücherei St. Markus mit ihrer langjährigen Leiterin Kreszentia Nüßlein und die Bischberger Jugendarbeit durch die Jugendbeauftragte Ulla Scharf überaus deutlich.

Geprägt wurde die Arbeit des Büchereiteams mit zwölf ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen durch Komplettschließungen zum Jahresbeginn immer wieder wechselnde Vorgaben bezüglich des Zutritts (geimpft, genesen, getestet) erschwerten die Arbeit zusätzlich, berichtete die Dritte Bürgermeisterin Kreszentia Nüßlein (Grüne) in der Sitzung des Gemeinderates. Dennoch wurden 13 150 Ausleihen vorgenommen, bewährt habe sich dabei das System „Click & collect“. Verschiedene Veranstaltungen mussten pandemiebedingt gecancelt werden, zumindest am Kinderliteraturfestival konnte man nach zweimaliger Verschiebung im Oktober teilnehmen. Dennoch bliebe die Nachfrage auf einem hohem Niveau, auch wenn die Bücherei nach wie vor in sehr beengten Verhältnissen hantieren müsse.

Bürgermeister Michael Dütsch (BI) bezeichnete die Bischberger Bücherei trotz aller Widrigkeiten als Erfolgsgeschichte und bedachte sowohl das Büchereiteam als auch die Jugendbeauftragte Scharf mit kleinen Präsenten. Letztere ließ die Höhepunkte des Ferienprogramms im Jahr 2021 Revue passieren. Das Projekt Basteltüten, ein Minigolfturnier und die traditionelle Bürgermeisterjagd blieben in guter Erinnerung. Mit der Hoffnung auf Erleichterungen will man nun kraftvoll in das neue Jahr starten. Als Ausblick stellte der Bürgermeister die Einrichtung einer Jungbürger- und Jungbürgerinnenversammlung in Aussicht.

Mischwasservariante favorisiert

Greifbare Ergebnisse brachten die Untersuchungen bei den Bemühungen, die Reduzierung der Wasserhärte im Bereich der Eigenwasserversorgung der Gemeinde Bischberg . Als Alternativen wurde die zentrale Enthärtung des Trinkwassers in einer technischen Aufbereitungsanlage vorgestellt, die mit Investitionskosten von 1,6 Millionen Euro zuzüglich hoher Betriebskosten verbunden wäre. Zweite Möglichkeit wäre eine zentrale Mischung des Eigenwassers mit Fernwasser mit einem Mischungsverhältnis von 65 Prozent Fernwasser und 35 Prozent Eigenwasser. Bei dieser Lösung wäre eine zusätzliche Verlegung einer Wasserleitung zum Hochbehälter notwendig, die mit Investitionen von 600 000 Euro verbunden wäre und durch die der Härtegrad von 21 dH auf 11 dH gesenkt werden könne. Das Ergebnis stellte der Bürgermeister im Selbstversuch vor und ließ Kochtöpfe, in denen hartes und „mittelhartes“ Wasser gekocht wurden, im Rat herumgehen mit einem auch für Laien gravierenden Unterschied. So entschied sich der Gemeinderat einstimmig für die Mischwasservariante, die noch in diesem Jahr verwirklicht werden soll.

Einen höheren Stellenwert erfährt die Jugend- und Sozialarbeit in der Bischberger Grundschule. Nachdem das Jugendamt die Einrichtung der Jugendsozialarbeit an der Grundschule befürwortete, soll in der kommenden Jugendhilfeausschuss-Sitzung ein entsprechender Beschluss gefasst werden. Die Kosten für eine halbe Stelle betragen 38 026 Euro, der Anteil des Sachkostenaufwandträgers, also der Gemeinde, liegen bei 18 500 Euro. Hinzu kommen weitere Kosten für die Bereitstellung der Räumlichkeiten und Ausstattungskosten. Der Gemeinderat Bischberg stimmte der Einrichtung der Jugendsozialarbeit an der Grundschule einstimmig zu.