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Bei Sebastiani-Prozession der Kälte getrotzt

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Die Abordnung des Unteren Gärtnervereins mit Prozessionsfigur nach der Abholung auf dem Weg zur Andacht in die Ottokirche.
Die Abordnung des Unteren Gärtnervereins mit Prozessionsfigur nach der Abholung auf dem Weg zur Andacht in die Ottokirche.
Unterer Gärtnerverein

In einem Akt tief verwurzelter Tradition und Glaubensstärke versammelten sich etwa 250 Gläubige in Bamberg-Nord, um die Sebastiani-Woche zu feiern. Trotz der winterlichen Temperaturen kamen sie zusammen, um die Prozession zu begehen. Die Prozession , die ihren Anfang an der Sebastiani-Kapelle nahm und über St. Otto bis zur Kirche St. Gangolf führte, wurde von Pfarrvikar Müllner geleitet. In einer bewegenden Andacht, die der Prozession vorausging, begrüßte Pfarrvikar Müllner die Gemeindemitglieder sowie Vertreter verschiedener Vereine, darunter besonders den Unteren Gärtnerverein.

In seiner Ansprache erinnerte er an das Wirken des heiligen Sebastian, der unbeirrbar zu seinem christlichen Glauben stand. Müllner rief die Gläubigen dazu auf, sich auch heute offen zum christlichen Glauben zu bekennen. Dieses bewusste „Outing zum Glauben“ sei in einer Zeit wichtig, in der Meinungen zunehmend anonym im Internet geäußert würden und Worte dort oft wie „Pfeile des Hasses“ eingesetzt würden.

Die Prozession ist ein Symbol für die starke Gemeinschaft und den Glauben, der diese Stadt prägt. Sie markierte den Beginn einer Woche, die ganz im Zeichen des heiligen Sebastian steht. Es standen Gottesdienste und Veranstaltungen an, die die tiefe Verbundenheit der Gläubigen mit ihrem Schutzpatron zum Ausdruck bringen sollten.

Alexander Wilhelm