Für die vierte Auflage des Zeulner Seifenkistenrennens hätte das Wetter schöner nicht sein können. Die Stimmung war bestens, das Organisationsteam sowie Dutzende Helfer von den örtlichen Vereinen hatten ganze Arbeit geleistet. Die Straße am Berglein war gesperrt, Autoreifen und Strohballen waren am Straßenrand drapiert, und auch die Gastronomie an der DKS-Halle und am Start lief bereits auf Hochtouren.
Andrang an der Strecke
Fünf Bobbycar-Piloten und zehn Teams mit ihren Seifenkisten trafen sich im Fahrerlager am TSV-Sportplatz. Schier unglaubliche Konstruktionen gab es da zu bestaunen, manche ganz auf Show gemacht, wie der Straßenkreuzer von Thomas Ruckdäschel. Den Vogel abgeschossen hatte das Team der Zimmerei Kursoni, das einen kompletten Dachstuhl mit Drehmechanismus auf die Strecke brachte. Andere Gefährten waren ganz auf Effizienz konstruiert, wie die Boliden der Teams aus Hetzlos, die über 100 Kilometer aus Unterfranken angereist waren.
Um 12 Uhr dann das Fahrerbriefing, wie es sich gehört, mit Überprüfung der Fahrsicherheit. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich auch die vierköpfige Jury eingefunden, die das originellste Gefährt nach den Kriterien Kreativität, technische Ausführung und Detailreichtum zu bewerten hatte. Die Spannung stieg ins Unermessliche, weit über tausend Besucher säumten die Straße.
Nachdem eine Sperrung der Hauptstraße diesmal nicht möglich war, ging das Rennen über die Strecke „Berglein“, eine echte Herausforderung für die Piloten, gibt es dort doch Gefälle von über 16 Prozent. Vor dem Rennen wurden zur Freude der Gäste die Boliden mit drei Oldtimer-Traktoren von Fabian Stadelmann, Max Mantel und Yannik Pülz hoch zum Startplatz gezogen. Die Streckensprecher Tim Matuschek und Tobias Degen kommentierten das Rennen humorvoll und minutiös. Auf der 420 Meter langen Strecke wurden Zeiten bis zu 31 Sekunden gefahren, was einem Durchschnittstempo von etwa 48 km/h entspricht.