Man hatte eine Blasmusik von der Fränkischen Seenplatte mit der Gruppe „Blechg(l)anz verpflichtet. Dieter Radziej
Trotz aller Vereinsanstrengungen fanden die Aktiven der Blaskapelle ausreichend Gelegenheit, sich auch musikalisch in Szene zu setzen - etwa bei der Kirchenparade.
Stolz waren natürlich die Kinder und Jugendlichen der Nachwuchsgruppe des Musikvereins, der Brassbinis, dass sie vor einer derart großen Kulisse auftreten durften.
Die Kirchweih zieht mit ihrem Angebot für jeden Geschmack die Besucher an
Bei bestem Festwetter war es nur zu verständlich, dass es bei der „Kerwa“ in Altenkunstadt einen nahtlosen Übergang zu den weiteren Festtagen gab. Während die Biergärten der heimischen Gastwirtschaften, Hotels, Pizzeria und der Eisdiele gut besucht waren, galt dies in gleichem Maße für das ganz große Festgelände, den Marktplatz.
Hier wurde der Festsonntag mit einer Kirchenparade, den die Altenkunstadter Musikanten , ebenso wie viele Gemeinde- und Kirchenvertreter, sowie die Vereine begleiteten, begonnen. Auch den anschließenden Gottesdienst in der katholischen Pfarrkirche gestalteten die Bläserinnen und Bläser mit, wobei Pfarrvikar Georg Birkel nicht nur auf das Fest selbst, sondern auch auf das katholische Gotteshaus den Blick lenkte.
Tüchtige Helferschar
Das Kirchweihgeschehen auf dem Marktplatz kam traditionsgemäß erst am Samstag in Gang, wo sich nach den Anstrengungen des Musikvereins mit seiner tüchtigen Helferschar, eine große Biergartenatmosphäre und für die Kinder ein Vergnügungspark aufgetan hatten.
Hier gab es vor dem Rathaus gleich einen musikalischen Empfang durch die Leuzendorfer Musikanten , während Bürgermeister Stefan Deuerling im Beisein der weiteren Bürgermeister und Mitglieder des Gemeinderates die Gelegenheit nutzte, um sich für die klangvolle Abholung bei herzlich zu bedankten, wobei er allen Einwohnern und den Gästen, die in den folgenden Tagen nach Altenkunstadt kommen, frohe Stunden und einen angenehmen Aufenthalt in Altenkunstadt wünschte.
Für jeden Geschmack
Den Leuzendorfer Musikanten blieb es danach auch vorbehalten, die festliche Gesellschaft anschließend auch zum Bieranstich zu geleiten, womit der Startschuss für drei stimmungsvolle Tage bei der „Altenkunschter Kerwa“ fiel.
Wer sich noch einen Frühschoppen gönnte, dem bot sich auch dazu die Gelegenheit, oder gleich seinen Mittagstisch bei den Musikern einzunehmen, denn dafür standen Schäuferla, Rouladen und Rahmschwammerl, je nach Geschmack mit Klößen oder Semmelknödeln, zur Verfügung.
Danach kam auch das musikalische Geschehen wieder in Gang, und hier waren es die kleinsten Musikerinnen und Musiker, die Nachwuchsgruppe der Brassbinis, die unter der Stabführung der Jugendgruppenleiterin Stefanie Dittrich das unterhaltsam Programm eröffneten.
Natürlich freuten sich nur viele Mitglieder und Gäste darüber, sondern auch das „familiäre Publikum“, das die Kulisse dazu bildete. Vor allem bei vielen der Instrumente wurde dabei deutlich, dass die engagierten Proben natürlich ihre positiven Auswirkungen zeigten. Wohl abgestimmt erklangen dabei vertraute Stücke, etwa aus dem letzten Gemeinschaftschor mit dem jungen Bläserinnen und Bläsern aus Burgkun-stadt, wie von der Einweihung der Grundschule in Altenkunstadt.
Böhmische Werke entfalteten sich, die auch im Repertoire der Blaskapelle enthalten sind, und beim Finale gab es noch eine besondere Referenz an die vielen Großeltern, die mitgekommen waren, mit einer Melodie für Oma und Opa. Ein dankbarer Applaus war dafür allen sicher, wobei sich die jungen Musikerinnen und Musiker dann auch selbst nochmals von der Bühne verabschieden durften.
Von der Seenplatte
Doch war dies längst nicht alles, was der Festsonntag zu bieten hatte, denn man hatte mit der Gruppe „Blechg(l)anz weit ausgeholt und eine bekannte Musikgruppe aus Mittelfranken verpflichtet.
Die Aktiven von der fränkischen Seeplatte, wie sie sich selbst vorstellten, machten ihrem Namen mit „handgemachter Blasmusik“ alle Ehre und setzten sich gleich einmal mit der Champions-League-Melodie in Szene.
Beeindruckend auch das Liedgut aus Böhmen, wobei natürlich selbst der Böhmische Wind wie ein laues Lüftchen über das Festgelände wehte, oder die „Böhmische Liebe“ erklang, bevor sie sich musikalisch dann als „Kinder von der Eger“ vorstellten und zur Freude der Zuhörer die bekannte Fuchsgraben-Polka erklingen ließen.
Jedenfalls gelang es den Musikern, trotz der weiten Anreise, den musikalischen Geschmack ihres Publikums zu treffen, was der reiche Applaus bei den unterschiedlichen Werken bestätigte.