- Barbara Stamm stellt sich beim Parteitag der CSU nicht mehr als stellvertretende Parteivorsitzende zur Wahl. Einstimmig wurde die Bad Kissinger Bundestagsabgeordnete Dorothee Bär vorgeschlagen.
Ihre Entscheidung hat Barbara Stamm, die bayerische Landtagspräsidentin, dem Bezirksvorstand von Unterfranken mitgeteilt, heißt es in einer Mitteilung der Christsozialen vom Donnerstag.
Barbara Stamm hatte diese Position seit 1993 ununterbrochen inne und war somit Stellvertreterin von vier Parteivorsitzenden (Waigel, Stoiber, Huber, Seehofer) und außerdem die oberste Repräsentantin der Unterfranken in der Bayern CSU. Stamm forderte gleichwohl in ihrer Erklärung, dass ihre Position weiterhin von einer Frau aus Franken - am besten aus Unterfranken - besetzt werden sollte, um die Rolle der Frauen in Gesellschaft und Politik nachhaltig zu vertreten


Einstimmiges Votum

Als Nachfolgerin nominierten die unterfränkischen Parteimitglieder demnach einstimmig die Bundestagsabgeordnete Dorothee Bär. Weiterhin schlagen die Christsozialen aus Unterfranken für die Vorstandswahlen zum Parteitag am 15. und 15. Dezember in Nürnberg den knapp tausend Delegierten vor: Justizminister Prof. Dr. Winfried Bausback MdL, Aschaffenburg-Stadt(neu), Gerhard Eck MdL, Bezirksvorsitzender Unterfranken, Andrea Lindholz MdB, Aschaffenburg-Land (neu), Oberbürgermeister Sebastian Remelé, Schweinfurt-Stadt und Dr. Anja Weisgerber MdB, Schweinfurt-Land.
Dorothee Bär war gestern nicht zu erreichen. Sie sitzt derzeit in den Koalitionsverhandlungen in Berlin. dpa/lby