Die Hängepartie im bayerischen Bäckerhandwerk ist vorbei: Im Landkreis Forchheim profitieren rund 300 Bäcker und Verkäuferinnen von neuen Tarifverträgen.
Diese sehen ein Lohn-Plus, gesicherte Urlaubsregelungen und eine höhere tarifliche Altersvorsorge vor. Damit ist ein monatelanger tarifloser Zustand beendet, wie die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) mitteilt. Ab sofort erhalten Bäckerei-Beschäftigte in Vollzeit 50 Euro mehr pro Monat.
Im April gibt es zusätzlich eine Einmalzahlung von 80 Euro. Ein Manteltarifvertrag garantiert bis zu vollen sechs Wochen Urlaub, gestaffelt nach Betriebszugehörigkeit. Außerdem steigt der jährliche Arbeitgeber-Beitrag zur tariflichen Altersvorsorge auf 440 Euro - dies sind 60 Euro mehr als bisher.


"Echte Verbesserungen"

Michael Grundl von der NGG Oberfranken spricht von einem "Erfolg für die Beschäftigten im Landkreis Forchheim": "Von der Verkäuferin an der Theke bis zum Gesellen in der Backstube - die Mitarbeiter in den heimischen Bäckereien bekommen echte Verbesserungen", so der Gewerkschafter. Dem Ergebnis war ein monatelanger Konflikt in der Branche vorausgegangen.
Zusammen mit dem Präsidenten des Arbeitsgerichts München, Manfred Müller, als Schlichter einigten sich die NGG und der Landes-Innungsverband für das Bayerische Bäckerhandwerk (LIV) auf die neuen Regelungen. "Damit ist ein langes Tauziehen beendet", sagt Mustafa Öz von der NGG. red