Was am Lebensende zählt

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Dass man nach Unfällen Erste Hilfe leistet, ist selbstverständlich. Doch wie kann ich einem Menschen helfen, der im Sterben liegt? Bei diesem Thema herrscht große Unsicherheit in der Bevölkerung, wie die Malteser in einer Pressemitteilung schreiben. Seit vielen Jahren engagieren sie sich in Unterfranken ehrenamtlich in der ambulanten Hospizarbeit und begleiten Menschen, die schwer krank sind, im Sterben liegen oder nach einem Todesfall in der Trauerphase Hilfe brauchen.

Sie haben die Erfahrung gemacht, dass „das Lebensende und Sterben die Menschen oft hilflos machen“, sagen Petra Reith und Susanne Binder vom Malteser Hospizdienst in Bad Kissingen . Altes Wissen zur Sterbebegleitung sei in unserer Kultur schleichend verloren ge-gangen. Deshalb bieten die Malteser so genannte „Letzte Hilfe-Kurse“ an.

Die Teilnehmer lernen, was sie für die ihnen nahestehenden Menschen am Ende des Lebens tun können. Denn Sterbebegleitung ist keine Wissenschaft für Experten, sondern ein Angebot von Mensch zu Mensch, sind die beiden Malteser Koordinatorinnen überzeugt. Der Kurs im Rahmen der Gesundheitswochen soll ermutigen, einem sterbenden Freund oder Angehörigen offen und anteilnehmend zu begegnen.

In diesem vierstündigen Kurs wird das Grundwissen zu Themen vermittelt wie „Sterben als ein Teil des Lebens“, „Vorsorgen und Entscheiden“, „Leiden lindern“ und „Abschied nehmen (können)“. Einfache begleitende praktische Maßnahmen runden den Kurs ab.

Der nächste Kurs findet im Rahmen der Gesundheitswochen am Dienstag, 12. Mai, von 15 Uhr bis 19 Uhr im Caritashaus, in der Hartmannstraße 2a in Bad Kissingen statt. Eine Anmeldung unter Telefon 0971/724 694 22 oder per E-Mail an hospiz-kg@malteser.org wäre wünschenswert, so die Pressemitteilung. red