Rhönklub erkundet Würzburg

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Die Mitglieder des Rhönklubs Burkardroth in WürzburgKarin Voll
Die Mitglieder des Rhönklubs Burkardroth in WürzburgKarin Voll

Mit fünf Bayerntickets im Handy von Organisator Walter Kuhn bestiegen 22 Mitglieder des Rhönklub-Zweigvereins den Zug am Bahnhof Bad Kissingen mit Ziel Würzburg Hauptbahnhof.

Schon eine Stunde später stand die Gruppe am Vierröhrenbrunnen vor dem Rathaus der unterfränkischen Metropole und hörten eine recht launige Beschreibung des Brunnens mit dem Symbol Frankonia auf dem Obelisken und den vier lieblichen Grazien zu ihren Füßen, die die Tugenden Tapferkeit, Klugheit, Weisheit und Bescheidenheit versinnbildlichen.

Im historischen Grafeneckart, wie der Rathausturm auf der anderen Straßenseite genannt wird, befindet sich ebenerdig ein eindrucksvoller Gedenkraum an die Zerstörungen des 16. März 1945, dem Tag, an dem Würzburgs Innenstadt durch Hunderte von Spreng- und Brandbomben in Schutt und Asche gelegt wurde.

Noch mit den schrecklichen Bildern dieser Gedenkstätte im Kopf bewegte sich die Rhönklubgruppe die Domstraße hinauf und vorbei an der Bischofskirche zum Kloster der Erlöserschwestern in der Domerschulstraße 1. Dort erlebten die Burkardröther eine hochinteressante Führung durch das Areal mit dem dortigen Pastoralreferenten Günter Kirchner.

Er wies auf die Grundidee der Schwestern hin: „Der Geist der Schwestern des Erlösers muss der Geist Jesu Christi sein.“ Daraus leitet sich bis heute die Ausrichtung ab, die Nöte der jeweiligen Zeit zu erkennen und den Werken der Barmherzigkeit zu folgen. In jüngerer Zeit, insbesondere nach der Sanierung des 15.000 Quadratmeter großen Mutterhausareals, erfuhr die Grundidee eine moderne Erweiterung.

Das Kloster hat seine Pforten für die Öffentlichkeit geöffnet, um ein Ort der Begegnung zu sein. Das Projekt umfasst ökologische Nachhaltigkeit, soziale Wohnprojekte sowie kulturelle Angebote.

Der Besuch der Allendorf-Kapelle, der Mutterhauskirche und des Kolumbariums des Klosters sowie die einfühlsamen Gedanken und zahlreichen Informationen des Günter Kirchner hinterließen starke Eindrücke bei den Gästen aus der Rhön.

Nach dem Mittagessen im dortigen Café Mares wurde die Gruppe übernommen von der Würzburger Stadtführerin Silke Kuhn, die es geschickt verstand, Geschichte und aktuelle Lebenswirklichkeit der Stadt am Main zu vermitteln. Nach kurzen aber interessanten Erläuterungen im Dom und in der gotischen Marienkapelle führte sie die Gästegruppe in die Höfe des Juliusspitals, wo es zum Abschluss ein Glas Secco an der dortigen Vinothek gab. Um 18.01 Uhr ging es dann mit dem „Mainfranken-Thüringen-Express“ zurück nach Bad Kissingen und in Fahrgemeinschaften auch wieder nach Burkardroth.

Walter Kuhn