Die Kenndecke mit dem roten Kreuz ist das Zeichen für den Hund, dass es jetzt zur Einsatzsuche geht. Zusätzlich soll es den Hund vor Jagdfeuer schützen. Hier ein Prüfling der Rettungshundestaffel Bad Neustadt a. d. Saale. Christian Schmidt, RHS Ba...
Die Kenndecke mit dem roten Kreuz ist das Zeichen für den Hund, dass es jetzt zur Einsatzsuche geht. Zusätzlich soll es den Hund vor Jagdfeuer schützen ...
Nach dem Auffinden einer vermissten Person muss jeder Hundeführer die Auffindesituation klären und Erste-Hilfe, sowie Rettungsmaßnahmen einleiten. Deshalb sind alle Hundeführer im BRK ausgebildete Sanitäter, Funker und Spezialisten in der Orientie...
Nach dem Auffinden einer vermissten Person muss jeder Hundeführer die Auffindesituation klären und Erste-Hilfe, sowie Rettungsmaßnahmen einleiten ...
Die Windrichtung ist dabei entscheidend in welche Richtung der Rettungshund zur Suche losgeschickt wird. Hier prüft ein Prüfling der Rettungshundestaffel Nürnberger Land mittels eines herkömmlichen Babypuders die Windrichtung.
28 Rettungshundeteams aus ganz Bayern probten im Landkreis Bad Kissingen den Ernstfall
Die Rettungshundestaffel (RHS) Bad Kissingen hat am letzten Oktoberwochenende in Hassenbach die diesjährige Rettungshunde‑Flächenprüfung des Bayerischen Roten Kreuzes ausgerichtet.
Es handelte sich um die letzte Prüfung des Jahres, entsprechend groß war der Andrang: 28 Rettungshundeteams aus ganz Bayern traten an, um ihre Einsatzfähigkeit unter realistischen Bedingungen unter Beweis zu stellen. Die weiteste Anreise hatten Teams aus Traunstein,, wie es in einer Pressemitteilung der RHS Bad Kissingen heißt.
Bei windigem und regnerischem Wetter mussten die Hundeführerinnen und Hundeführer gemeinsam mit ihren Vierbeinern zeigen, dass sie auch unter schwierigen Bedingungen zuverlässig arbeiten können.
100.000 Quadratmeter
Die Aufgabe: Innerhalb von 30 Minuten zwei versteckte Personen in einem unbekannten, unwegsamen Waldstück aufzuspüren.
Das Suchgebiet umfasste rund 100.000 Quadratmeter – eine Fläche, die im Ernstfall über Leben und Tod entscheiden kann.
Darauf wird geachtet
Die Prüfer des BRK achten bei der Flächenprüfung auf zahlreiche Kriterien: Suchtaktik, Orientierung, Funkdisziplin, Teamarbeit, Eigensicherung und den professionellen Umgang mit dem Hund. Ebenso wird bewertet, wie sicher die Hunde anzeigen, ob sie eine Person gefunden haben, und wie gut die Hundeführer die Signale ihrer Tiere lesen.
Um eine solche Einsatzfähigkeit sicherzustellen, müssen die Rettungshundeführerinnen und ‑führer mehrmals pro Woche intensiv mit ihren Hunden trainieren. Nur durch kontinuierliche Ausbildung kann die 100‑prozentige Zuverlässigkeit erreicht werden, die im Ernstfall erforderlich ist. Deshalb muss jedes Rettungshundeteam alle zwei Jahre zur Nachprüfung antreten, um die Einsatzfähigkeit erneut nachzuweisen, heißt es weiter.
Ein besonderer Dank der Rettungshundestaffel Bad Kissingen gilt Michael Kutscher von den Bayerischen Staatsforsten, der es ermöglicht hat, dass die Prüfung in den Wäldern rund um Hassenbach stattfinden konnte. Ohne diese Unterstützung wäre eine Veranstaltung dieser Größenordnung nicht realisierbar gewesen, so die RHS.
Für die Rettungshundestaffel Bad Kissingen war die Ausrichtung der Prüfung ein großer organisatorischer Einsatz. Zahlreiche Helferinnen und Helfer sorgten für die Verpflegung, die Logistik, die Absicherung des Waldgebiets und die Betreuung der Prüflinge. Auch die sogenannten „Versteckpersonen“, die sich für die Prüfung im Wald ablegen, waren ehrenamtlich im Einsatz.
„Hervorragende Arbeit“
Staffelleiter Andreas Bröll zeigte sich zufrieden: „Die Teams haben trotz des Wetters hervorragende Arbeit geleistet. Eine Flächenprüfung ist immer eine besondere Herausforderung – und gleichzeitig ein wichtiger Baustein, um die Einsatzfähigkeit unserer Rettungshunde sicherzustellen.“
Die erfolgreich geprüften Teams stehen nun für Einsätze bereit, bei denen vermisste oder in Not geratene Menschen gesucht werden müssen – häufig nachts, bei schlechtem Wetter oder in schwer zugänglichem Gelände. Die Flächenprüfung ist damit ein zentraler Bestandteil der ehrenamtlichen Arbeit im Bevölkerungsschutz. red