Persönliche Erfahrungen mit dem E-Auto

1 Min
Ladestation für E-Autos.
Ladestation für E-Autos.
Wolfgang Hofmann

Der Ökostammtisch Bad Kissingen beschäftigte sich im Juni im Katholischen Gemeindezentrum mit dem Thema Elektrofahrzeuge.

„Im Fokus sollen heute persönliche Erfahrungen mit dem E-Auto stehen“, erklärte Britta Söpper, Co-Sprecherin der Grünen in Bad Kissingen.

Joachim Scheiner berichtete den über 40 Zuhörerinnen und Zuhörern, dass er und seine Frau schon seit mehr als sieben Jahren elektrisch unterwegs und sehr zufrieden mit ihrem Auto seien: „Obwohl wir nur einen Kleinwagen fahren, zieht er sogar einen Anhänger.“

Nicole Hartmann, Sprecherin der Grünen im Kreisverband, und ihr Mann Peter laden ihr E-Auto mit dem Strom ihrer Photovoltaikanlage. In der Tat ist dies aktuell die einfachste und kostengünstigste Art, sein Elektroauto zu laden.

Es gibt auch Probleme

Die Diskussion zeigte, dass es durchaus Probleme gibt, eine Wallbox, die zum Laden genutzt wird, in einer Eigentumswohnanlage oder in einem Mietshaus zu installieren. Da scheuen die Mitbewohner oder die Vermieter aktuell noch die Kosten.

Dass es aber durchaus möglich ist, auch als Mieter sein E-Auto zu laden, erläuterte Sebastian Häfner. „Ich nutze eine der Ladesäulen in der Stadt und hole mein Fahrzeug nach ein paar Stunden wieder ab. Um die Kosten zu senken, besitze ich einen speziellen Vertrag mit meinem Stromanbieter.“

Von den angenehmen Fahreigenschaften des Stromers schwärmte neben den bereits erwähnten Rednern auch Wolfgang Hofmann, Co-Sprecher der Grünen. „Schnell zu beschleunigen, aber auch schön gleichmäßig und teils autonom zu fahren ist toll.“ Die Rückgewinnung von Energie beim Bremsen spare zusätzlich Strom und schone die Bremsen.

Einhellig betonten die Fahrer von E-Mobilen den geringen Wartungsaufwand ihrer Fahrzeuge im Gegensatz zu einem Verbrennungsmotor.

Die Sorge vieler, auf langen Strecken reiche die Akkuladung nicht, wollten die Besitzer von Stromern nicht bestätigen. „Wir haben auf unserer Urlaubsreise nach Tirol einmal eine Kaffeepause eingelegt und das Fahrzeug circa 25 Minuten geladen“, berichtete Hofmann.

Auch auf die verbesserte Qualität der Akkus wurde an diesem Abend hingewiesen, so geben die Hersteller auch beim Kauf eines gebrauchten E-Autos Garantien.

Da gebrauchte Stromer erheblich preiswerter sind als neue, ein nicht unwichtiger Beitrag zur Kaufentscheidung. Auch die Frage, wie oft ich ein Auto benötige, sollte dabei eine Rolle spielen.

Lydia Apel,

Bündnis90/ Die Grünen