Der erste „Letzte Hilfe Kurs“ in Euerdorf begeisterte mit großem Interesse, Offenheit und einer ganz besonderen Gemeinschaft.
Manchmal sind es die Themen, die zunächst sprachlos machen, die am Ende jedoch besonders viel Bewegung bringen. Das zeigte sich eindrucksvoll beim ersten „Letzte Hilfe Kurs“ in Euerdorf über die Volkshochschule durch den Hospizverein Bad Kissingen e.V., der auf eine überwältigte Resonanz stieß.
Mit einer wunderbaren Gruppe von zehn Teilnehmern wurde dieser Kurs zu etwas ganz Besonderem. Von Beginn an war eine Atmosphäre spürbar, die von Offenheit, Herzlichkeit und gegenseitigem Vertrauen geprägt war.
Die Teilnehmer brachten sich mit großem Interesse, persönlichen Gedanken und vielen Fragen ein. Es wurde gemeinsam nachgedacht und auch über Themen gesprochen, für die im Alltag oft nur wenig Raum bleibt.
Im Mittelpunkt des Kurses stand die Frage, wie wir Menschen am Lebensende beistehen können. Denn während die Erste Hilfe daraus ausgerichtet ist, Leben zu retten, möchte die Letzte Hilfe dazu ermutigen, Menschen in ihrer letzten Lebensphase würdevoll zu begleiten. Es geht darum, Sterben als einen natürlichen Teil des Lebens zu verstehen, Leiden lindern, da zu sein und Angehörige nicht allein zu lassen.
In vier Themenbereichen erhielten die Teilnehmer durch die beiden Referentinnen des Hospizverein Bad Kissingen e.V., Michaela Kaiser und Michaela Nagel wertvolle Einblicke in das Sterben als Teil des Lebens, in Vorsorge und Entscheidungsfragen, in mögliche Beschwerden am Lebensende, sowie in Abschied und Trauer.
Doch was diesen ersten Kurs in Euerdorf besonders auszeichnete, waren nicht allein die vermittelten Inhalte. Es waren vor allem die Menschen, die ihn mit Leben füllten. Die große Bereitschaft, sich auf das Thema von Anfang an einzulassen, eigene Gedanken zu teilen und auch ungewohnte Fragen zuzulassen – dies machte die gemeinsame Zeit zu einer bereichernden Erfahrung, so waren sich die beiden Referentinnen am Schluss einig.