Der Betreuungsdienst Bäßler erhält den Unterfränkischen Inklusionspreis in der Kategorie „Wohnen“
„Wir wollen ein Zuhause bieten und nicht nur ein Dach über dem Kopf“, betont Sonja Bäßler, die den Betreuungsdienst Bäßler gemeinsam mit ihrer Familie in Bad Kissingen führt. Was dieser Anspruch im Alltag bedeutet, wurde bei der Verleihung des Unterfränkischen Inklusionspreises deutlich. Einige Bewohner waren bei der Feier dabei und freuten sich sichtlich mit der Inhaberfamilie, als Bezirksrätin und Behindertenbeauftragte Gerlinde Martin die Urkunde in der Kategorie „Wohnen“ überreichte, wie es in einer Pressemitteilung des Bezirks Unterfranken heißt.
„So viel Herz ist spürbar“, sagte Gerlinde Martin bei der Preisverleihung. Sie zeigte sich beeindruckt davon, mit wie viel Begeisterung Sonja Bäßler und ihr Team die Einrichtung führen. Die Bewohner fühlen sich wohl, unterstützen sich gegenseitig und können ihre Fähigkeiten in die Gemeinschaft einbringen. Gerade für Menschen, die nach einer Krise oder einem Klinikaufenthalt Unterstützung benötigen, ist ein passendes Wohnangebot wichtig.
Martin verwies zudem auf die schwierige Suche nach bezahlbarem Wohnraum und die große Bedeutung von Notfallzimmern, in denen Menschen in akuten Situationen kurzfristig aufgenommen werden können.
Vertrautheit gibt Sicherheit
Für Sonja Bäßler zeigt sich der familiäre Charakter der Einrichtungen in vielen Details: frische Blumen, gemütlich eingerichtete Räume und ein gepflegtes Umfeld gehören ebenso dazu wie feste Tagesabläufe und die Möglichkeit, sich selbst einzubringen. Die Bewohner übernehmen Aufgaben im Haushalt, helfen einander und lernen voneinander. Jeder kann etwas beitragen, auch wenn manches leichter oder schwerer fällt.
Die Bewohner schätzen die Vertrautheit und möchten deshalb in ihrem Wohnumfeld bleiben. Eine Klientin war bereits ausgezogen und kehrte später zurück. Für Bäßler ist das ein deutliches Zeichen: „Es spricht für sich, wenn die Leute hier bleiben wollen.“