Zu häufige Mahd, Überweidung, Pestizideinsatz und die zunehmende Trockenheit gefährden daher seine Bestände. Entsprechend wird die Art auf der Roten Liste als gefährdet geführt und ist europaweit geschützt.
Bei einer Exkursion der Rhöner Insekten-AG wurden Anfang August Feuchtwiesen zwischen Unterelsbach und Simonshof untersucht. Aufgrund der anhaltenden Hitze und Trockenheit konnte lediglich ein Exemplar des Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläulings nachgewiesen werden.
Der Fund liefert dennoch wichtige Hinweise zur Entwicklung der Art im außergewöhnlich warmen Jahr 2026.
Neben der Zielart entdeckten die Teilnehmenden weitere bemerkenswerte Insekten, darunter den Trauer-Rosenkäfer (Oxythyrea funesta) und die Sumpfschrecke (Stethophyma grossum).
Die gesammelten Daten helfen dabei, die Verbreitung gefährdeter Insektenarten in der Rhön besser zu verstehen und geeignete Schutzmaßnahmen abzuleiten.
Kartierungen fortgeführt
Da die Rhön mit ihren zahlreichen Feuchtwiesen einen wichtigen Lebensraum für den Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläuling beherbergt, sollen die Kartierungen im kommenden Jahr fortgeführt werden. Die ehrenamtliche Mitarbeit der Rhöner Insekten-AG leistet dabei einen wertvollen Beitrag zum Schutz dieser außergewöhnlichen Art, wie es abschließend in der Pressemeldung des Unesco-Biosphärenreservats heißt. red