Wehrfritz baut Möbel und Einrichtungen für Kitas und Schulen. Offenbar ein hartes Geschäft zur Zeit. Denn bei der Mutterfirma von Wehrfritz sieht man sich zu einem drastischen Schritt gezwungen.
"Vor dem Hintergrund der aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen passt die Habermaass Firmenfamilie ihre Organisations- und Personalstrukturen an die Marktentwicklung an." So schreibt es das Unternehmen in einer aktuellen Pressemitteilung vom 11. September 2026. Die langfristige Sicherung der wirtschaftlichen Stabilität, der Zukunftsfähigkeit und der Investitionskraft des Unternehmens sei das Ziel der Maßnahme.
Betroffen von dieser Umstrukturierung ist ausschließlich der Geschäftsbereich Wehrfritz, wie eine Unternehmenssprecherin auf Anfrage von inFranken.de betont. Was das konkret für die Beschäftigten bei Wehrfritz bedeutet, steht wiederum in der Pressemitteilung: 58 Stellen werden abgebaut. "Es gibt leider keine Alternative", so das Unternehmen. Betroffen vom Personalabbau seien nahezu vollständig der kaufmännische Bereich und hier vorrangig die Bereiche Einkauf, Produktmanagement, Marketing, Vertrieb (Innen- und Außendienst).
Wehrfritz will seine Marktposition für die Zukunft stärken
Man sei sich seiner Verantwortung für die Beschäftigten bewusst. Aber mit Blick auf die Zukunft des Unternehmens sei der Stellenabbau notwendig. Wehrfritz verfüge über eine starke Marktposition, hohe fachliche Expertise und pflege zahlreiche langjährige und vertrauensvolle Partnerschaften im Bildungsbereich. Doch der Personalabbau - Anpassung der Strukturen, wie das Unternehmen es ausdrückt - sei eine Reaktion auf die anhaltende kommunale Haushaltskrise und die schwächere Umsatzentwicklung.
Der Unternehmensbereich Wehrfritz ist spezialisiert auf Ausstattungen und Möbel für Bildungseinrichtungen - von der Krippe über die Kita bis zur Schule. Dabei verkauft man bei Wehrfritz nicht nur Möbel und Spielzeuge für die pädagogischen Einrichtungen, sondern entwickelt gemeinsam mit ihnen komplette Raumkonzepte.
Auf Anfrage von inFranken.de betont eine Unternehmenssprecherin ausdrücklich, dass vom Stellenabbau ausschließlich der Geschäftsbereich Wehrfritz betroffen sei. Und sie führt aus: "Die anhaltende kommunale Haushaltskrise, erhebliche Sparzwänge unserer öffentlichen Kunden, der Geburtenrückgang und die sinkende Zahl von Krippenkindern belasten die Marktentwicklung." Gleichzeitig könnten gestiegene Kosten in einem intensiven Wettbewerbsumfeld nicht vollständig über höhere Preise an die Kunden weitergegeben werden.
Weniger öffentliches Geld für die Bildung gleich weniger Umsatz bei Wehrfritz
Sprich: Weniger öffentliches Geld für die Bildung ist gleichbedeutend mit weniger Umsatz bei denjenigen, die die Einrichtung herstellen. Und in diesem Fall trifft es Wehrfritz aus Bad Rodach.
Die Habermaass Firmenfamilie, zu der Wehrfritz gehört, beschäftige künftig rund 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, so die Pressemitteilung. Auf Basis ihrer wirtschaftlichen Stabilität, Innovationskraft und langfristigen Ausrichtung sieht sich die Unternehmensgruppe gut aufgestellt, die kommenden Jahre erfolgreich zu gestalten und ihre Position im Bildungsmarkt weiter auszubauen.