Versammlung Der Verein „Jonas hilft “ erfüllte nicht nur Kinderträume, sondern unterstützte 2025 auch die Forschung.
Der Verein Jonas hilft e. V., der sich für leukämie- und tumorkranke Kinder einsetzt, informierte in seiner Mitgliederversammlung über Aktivitäten und Projekte des vergangenen Jahres. Nach einer Gedenkminute für drei verstorbene Kinder, die der Verein mit einem Herzenswunsch unterstützen durfte, berichtete Vorsitzender Timo Krambo von über 30 Herzenswünschen im vergangenen Jahr, wie einem Dreirad, einem Fußballtrikot des Lieblingsvereins, Ferien auf dem Erlebnisbauernhof oder Besuche im Freizeitpark, die der Verein betroffenen Kindern erfüllen konnte. Sogar außergewöhnliche Wünsche wie eine Übernachtung im Tigergehege oder eine Fahrt in einem goldenen Lamborghini wurden realisiert.
Angebote für Familien
Großen Zuspruch fanden die Familienangebote des Vereins. Beim Bauernhoftag in Oberthulba waren 2025 rund 120 Teilnehmer. Neben Tierbesuchen, Traktorfahrten, Bastelstationen und Stockbrot am Lagerfeuer wurden erstmals Ponyreiten und Kinderschminken angeboten. Weitere feste Programmpunkte wie der Thermentag in der KissSalis, eine Ferienwoche in der Rhön sowie Alpakawanderungen erfreuten sich ebenfalls großer Beliebtheit. Neu im Angebot war im Herbst 2025 die „Mama-Auszeit“ in Bad Brückenau, bei der Mütter betroffener Kinder bei Wanderungen, Wellnessangeboten und im Austausch untereinander neue Kraft schöpfen konnten.
In den Kinderkliniken war der Verein ebenfalls aktiv: Neben der Weihnachtsaktion „Grüße vom Nikolaus“ wurden erstmals zu Ostern und Halloween kleine Geschenke an die Kinder der onkologischen Stationen der Uni-Kinderklinik Würzburg verteilt. Insgesamt über 200 Geschenktüten sorgten für strahlende Kinderaugen. Ein besonderer Dank galt Jochen Bock, der verkleidet als Osterhase oder Nikolaus die Präsente persönlich überbrachte.
Ein zentrales Anliegen des Vereins bleibt die Unterstützung der Forschung im Bereich kindlicher Hirntumore. So wurde das Forschungsprojekt „Entwicklung von CAR-T-Zellen für refraktäre pädiatrische solide Tumore“ an der Uni-Kinderklink Würzburg erneut mit einer größeren Spende unterstützt. In dem Forschungsprojekt sollen körpereigene Immunzellen genutzt werden, um die Krebszellen zu zerstören. Zudem erhielt das Forschungsprojekt „DIPG-Fighter“ der Stiftung für Innovative Medizin aus München eine finanzielle Unterstützung von „Jonas hilft“. Ziel der Stiftung ist es, neue Therapieoptionen für Kinder mit diffusen Mittellinien-Gliomen zu finden, für die es bisher keine Heilung gibt.
Die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen wurde ebenfalls ausgebaut, so Timo Krambo. Die Elterninitiative Regenbogen in Würzburg wird bei den Ausflügen in die Kletterhalle unterstützt und schon seit Juli 2023 übernimmt „Jonas hilft“ die laufenden Kosten der „Jonas-hilft-Wohnung“, einer der Elternwohnungen der Elterninitiative Regenbogen.
Diese Wohnungen sind eine wichtige Stütze für die Familien während der Krankenhausaufenthalte. Die Eltern können darin kostenlos wohnen und sind so in der Nähe ihrer Kinder. Weitere Kooperationen bestehen mit dem Malteser-Kinder-Palliativteam Würzburg, dem Kinderhospiz Sternenzelt in Marktheidenfeld sowie dem Kinder- und Jugendhospiz in Bamberg, wo dank „Jonas hilft“ Familienausflüge als neues Angebot initiiert wurden.
20 Tonnen Deckel für den guten Zweck
Ein Erfolgsprojekt ist die Aktion „Sammeln für den guten Zweck“. Durch das Sammeln von Kronkorken sowie Aluminium- und Kunststoffverschlüssen kamen 2025 rund 20 Tonnen der kleinen Deckel zusammen, um mit dem Erlös aus der Sammelaktion die Vereinsziele zu finanzieren. Mittlerweile gibt es nahezu 60 Sammelstationen, bei denen die Verschlüsse abgegeben werden können. Ein besonderer Dank ging hier an Hans Krambo für seinen Einsatz.