Die intensiven Vorbereitungen der letzten Wochen tragen Früchte: am kommenden Freitag kann das Naturerlebnisbad Nordhalben öffnen - wenn auch mit entsprechenden Auflagen. Die Vereinsmitglieder haben unter der Leitung von Ria Schubert bereits vor Wochen ein Hygieneschutzkonzept erarbeitet und entsprechende Zugangs- und Verhaltensregeln aufgestellt. Diese Maßnahmen wurden auch den Verantwortlichen in der Gemeinde vorgestellt. Nun hat man grünes Licht von oben erhalten und wird am Freitag die Tore an der Titschendorfer Straße öffnen.

In den vergangenen Tagen hat man zusammen mit dem Bauhof die Anlage auf Vordermann gebracht, so dass einer Öffnung nichts mehr im Wege steht. Dabei war es notwendig, neben dem jährlichen Reinigen der gesamten Anlage, dem Mähen der Liegewiesen und dem Herrichten des Schwimmbeckens auch die im Hygienekonzept vorgesehenen Maßnahmen umzusetzen. Bisher brachten sich viele freiwillige Helfer mit viel Herzblut ein, um die entsprechenden Vorarbeiten zu leisten. Es wurden zahlreiche Hinweisschilder erstellt und einlaminiert, womit man die Besucher auf die bestehenden Regeln aufmerksam macht. Ebenso wurde ein Flyer entworfen und gedruckt, der den Besuchern ebenfalls die notwendigen Informationen zum Verhalten in der Anlage näherbringt.

Zusätzliche Helfer

Neben der regulären Badaufsicht am Becken wird es zusätzliche Badhelfer aus den Reihen des Vereins geben, welche besonders den Ein- und Ausgangsbereich überwachen und die Kasse abwickeln. Dort wurden auch entsprechende Plexiglasscheiben aufgehängt. Die zusätzlichen Badhelfer werden auch dafür sorgen, dass die maximale Anzahl an Besuchern nicht überschritten wird.

Im Sanitärbereich sind nur die Toiletten geöffnet, zum Duschen stehen ausschließlich die Durchschreitebecken zur Verfügung. Verzichtet wird auch auf die Innenkabinen. Man stellt deshalb im Außenbereich zwei neue Kabinen auf, welche auch nach der Corona-Pandemie bleiben sollen.

Bei der Beschilderung setzt man, nicht zuletzt wegen der sich ständig ändernden Regelungen, auf selbst gedruckte Schilder. Auch auf die Rettungsschwimmer, unter Anleitung und fachlicher Betreuung des Badleiters Sebastian Küpferling, warten in dieser Saison neue Herausforderungen. Im Schwimmbereich muss alles geordnet ablaufen, es darf keine "Querschwimmer" geben, ebenso ist das Springen vom Holzsteg nicht gestattet. Der Schwimmbereich ist mit einer Bahnleine getrennt. Für den Sprungbereich und die Rutsche gilt es die Abstandsregeln einzuhalten.

Der Naturbadförderverein weist auch darauf hin, dass es sich beim Naturbad um ein Freibad mit biologischer Wasseraufbereitung handelt. Es könnte daher ein höheres Infektionsrisiko als in konventionellen Bädern mit Desinfektionseinrichtungen geben. Das Wasser wurde einer entsprechenden Analyse unterzogen und die Sicherheitsvorkehrungen werden auch vom Gesundheitsamt überwacht, ließen die Verantwortlichen des Vereins wissen.