Der Garten- und Landschaftsbaubetrieb "Die Gärtner Ramming und Tröster GmbH" gehört - wie bereits kurz berichtet - zu den drei oberfränkischen Unternehmen , die für ihre vorbildliche Ausbildung mit einem Staatsehrenpreis ausgezeichnet wurden. Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber sprach von einem Anreiz für die Firmen, sich in der Ausbildung zu engagieren und damit die Zukunft des eigenen Betriebs zu sichern.

Der Staatsehrenpreis steht unter dem Motto "Fördern - Fordern - Voranbringen" und wird an Betriebe der "grünen Branche" verliehen, die nachweislich eine besonders qualifizierte Ausbildung anbieten, ihre Lehrlinge individuell fördern, ihre Ausbilder regelmäßig fortbilden, aktive Nachwuchswerbung betreiben sowie Azubis und Ausbildern immer wieder Zusatzangebote unterbreiten. Zugleich soll er aber auch motivieren, die Ausbildung im eigenen Betrieb auf den Prüfstand zu stellen und zu optimieren.

All die Vorgaben setzen Ramming und Tröster seit Jahren erfolgreich um. Zum Jahresanfang begann erneut für zwei junge Männer und zwei Jugendliche die Ausbildung zum Landschaftsgärtner. Sie dauert in der Regel drei Jahre. Es sind Milan Wunderlich aus Oelschnitz, Julian Brand aus Marktleugast, Florian Dahinten aus Burkersreuth und Leon Schott aus Neuenmarkt.

Wie der scheidende Geschäftsführer Roland Ramming betont, wolle man auch in Zukunft ein guter Ausbildungsbetrieb sein.

Dass dies auch Früchte trägt, sieht man am Beispiel des jungen Kulmbachers Hannes Dollhopf, der bei der Abschlussprüfung 2019 zu den Besten zählte und sofort als Landschaftsgärtner von den "Gärtnern" in Schlömen übernommen wurde. "Es war mein Wunschbetrieb, weil ich als Kind nur den Begriff ,Ramming und Tröster' kannte", so Dollhopf.

"Ich hatte damals auch ein Praktikum in dem Betrieb gemacht - und es war die richtige Wahl, weil hier das Betriebsklima einfach stimmt und die Ausbildung vom Betrieb aus nicht vernachlässigt wird." Mit dem Fachabitur in der Tasche will Hannes Dollhopf in absehbarer Zeit auch seinen Meister im Garten- und Landschaftsbau machen.

Der Präsident des Verbands Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Bayern, Gerhard Zäh, verweist darauf, "dass die derzeit dynamische Entwicklung in der Branche auf Dauer nur anhalten wird, wenn es gelingt, weiterhin genügend Berufsnachwuchs zu gewinnen und diesen bestmöglichst auszubilden". Insofern sei und bleibe ein vorbildlicher Ausbildungsbetrieb ein wichtiger Wegbereiter für junge Frauen und Männer beim Start in ein erfolgreiches Berufsleben. Werner Reißaus