von unserer Mitarbeiterin Evi Seeger

Schlüsselfeld — Hans Wagner (FW) zeigte sich "äußerst unzufrieden" mit dem neuen Konzept. Der Stadtrat aus dem Ortsteil Eckersbach hatte sich für ein neues Baugebiet in seinem Heimatort stark gemacht. Mit dem Bebauungsplan, der bereits im Entwurf "stand", sollten 16 neue Baugrundstücke ausgewiesen werden. "Ein Traumgebiet" südlich der Ortschaft, so Wagner in der jüngsten Sitzung des Stadrats, das jetzt nicht zur Ausführung kommt. Dabei konnte er sich auf Anfragen von Bauwilligen berufen, die gerne nach Eckersbach gezogen wären. Das Landratsamt hatte die Planung nicht genehmigt. "Höhere Gewalt", wie Winfried Gerner (UBB) meinte. Und das, obwohl sich das Ratsgremium einstimmig für dieses Baugebiet ausgesprochen hatte. Vermutlich war es die Größe der Baulandausweisung, die der Behörde für den rund 130 Einwohner zählenden Ort nicht angemessen erschien. In mehreren Gesprächen mit dem Landratsamt habe man nach einer Lösung gesucht, berichtete Bürgermeister Johannes Krapp (CSU). Dabei habe man auch versucht, acht anstatt 16 Bauparzellen aufzuplanen. Dies hätte aber die Baulandpreise in die Höhe getrieben.

Weniger Kosten für Anlieger

Schließlich sei eine Lösung gefunden worden, um Bauplätze zu schaffen, die bereits im nächsten Jahr bebaut werden können. Mit diesem Konzept stünden - die vorhandenen eingeschlossen - in Eckersbach letztendlich sechs Bauplätze zur Verfügung.
Allerdings nicht südlich des Ortes, wo das von Wagner favorisierte Gebiet liegt, sondern "am anderen Ende der Ortschaft". Ob die jungen Paare, die bauen wollen, diese Plätze annehmen, bleibe abzuwarten, so Wagner.
Der einzige Vorteil sei, dass sich die Kosten für die Anlieger reduzieren. Denn in dem vorgesehenen Areal sind bereits zwei Grundstücke bebaut, die durch die neue Planung mit einer richtigen Straße angeschlossen werden können.
Zweite Bürgermeisterin Patricia Hanika (SPD) fand es gut, dass mit der neuen Planung die Anlieger eine richtige Straße bekommen. Hanika hält es für richtig, dass zunächst die Ortslagen voll genutzt werden.
Gegen die Stimme von Wagner wurde beschlossen, das ursprünglich geplante Baugebiet nicht weiter zu verfolgen. Dafür soll im Bereich der Ortsrandsatzung ein Bebauungsplan erstellt werden.