Veronika Schadeck

Wenn alles weiterhin nach Zeitplan verläuft, wird das Freizeit- und Tourismuszentrum im Frühjahr 2017 offiziell eröffnet. 20 Monate nach dem Spatenstich fand nun am Mittwochvormittag das Richtfest statt.
Man merkt, das Freizeit- und Tourismuszentrum ist eines der Lieblingsprojekte des Steinbacher Bürgermeisters Klaus Löffler. In seiner Rede bedankte er sich bei seinen Unterstützern, wie bei Landrat Oswald Marr, der die "Türen" zu den entsprechenden Behörden geöffnet hat, und bei dem Leitenden Regierungsdirektor Thomas Engel. Wie bereits berichtet, hat die Regierung von Oberfranken das mit rund fünf Millionen Euro veranschlagte Projekt mit 2,5 Millionen Euro aus Mitteln für eine Verbesserung der Tourismusinfrastruktur gefördert.
Sein Dank galt zudem dem "Urvater" des Freizeitzentrums, nämlich dem Altbürgermeister Edwin Trebes. Der Bürgermeister lobte seinen Vor-Vorgänger dafür, dass er Anfang der 70er Jahre den Mut hatte, zusammen mit seinem damaligen Gremium das Projekt zur Tourismusförderung in Angriff zu nehmen.
Er war ebenso wie Landrat Oswald Marr überzeugt, dass sich das Freizeitzentrum hervorragend mit den bereits geschaffenen Einrichtungen ergänzt. In diesem Zusammenhang wurden Anziehungspunkte wie das Tropenhaus "Klein Eden", das Glasmuseum in Kleintettau, das Schiefermuseum in Ludwigsstadt, der Freizeitsee in Windheim sowie die Arnikastadt Teuschnitz genannt. "Mit dem Freizeit- und Tourismuszentrum wurde nun eine Lücke in der touristischen Entwicklung geschlossen", freute sich Marr.
"Es ist eine tolle Entwicklung, ich bin beeindruckt", äußerte Thomas Engel seine Anerkennung. Er ist überzeugt, dass dieses Projekt zusammen mit den anderen touristischen Einrichtungen die gesamte Rennsteig-Region aufwerten wird. Das sei nicht zuletzt ein Grund für die großzügige Förderung gewesen. "Das Geld ist sinnvoll angelegt!"
Der Architekt Winfried Lebok ging auf das Projekt ein. Er wies darauf hin, dass in den nächsten beiden Wochen das Edelstahlbecken für den Schwimmbereich eingebaut werden soll. Darin integriert werden soll ein Mutter-Kind-Bereich. Die Bädertechnik wird dem neuesten Stand angepasst.
Wie bereits berichtet, ist ein weiterer Schwerpunkt die Neugestaltung des Gastronomiebereiches. Diesbezüglich will die Gemeinde demnächst verstärkt um einen Pächter werben. Bereits jetzt befindet sich eine Praxis für Physiotherapie im Erdgeschoss. Das Obergeschoss soll zu einem Informationszentrum mit modernster medialer Technik ausgestattet werden.
Die Außenanlagen werden derzeit geplant. Wie zu erfahren war, legt man dabei auf eine ganzjährige Nutzung Wert. Genaue Kosten konnte der Geschäftsstellenleiter Thomas Kotschenreuther auf Anfrage noch nicht nennen. Es wird aber wiederum auf die Unterstützung der Regierung von Oberfranken in Form einer Förderung gesetzt.
Da die Gemeinde Steinbach über Rücklagen verfügt, kann die Maßnahme ohne Neuverschuldung gestemmt werden.